Globale Agrarsysteme: Landwirtschaft und Viehzucht

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Subsistenz-Landwirtschaft

Diese Form der Landwirtschaft wird in den Entwicklungsregionen Afrikas, Asiens und Iberoamerikas praktiziert. Es gibt zwei Arten:

  • Wanderfeldbau (Brandrodung oder Lichtungen): Umfangreiche Bewirtschaftung mit rudimentären Werkzeugen. Zur Rodung wird die Vegetation verbrannt, wobei die Asche als Dünger dient. Das Land ist in kurzer Zeit erschöpft, und die Bauern müssen an einen anderen Ort ziehen.
  • Monsun-Landwirtschaft in Asien: Ein System, das auf dem intensiven Anbau von Reisfeldern basiert. Diese sind von kleinen Deichen und Kanälen umgeben, um die Flutung mit Wasser zu ermöglichen. Auf dieser Grundlage werden mehrere Ernten pro Jahr erzielt.

Markt-Landwirtschaft

Diese wird in entwickelten Ländern oder Schwellenländern wie in Europa, Nordamerika sowie Teilen Lateinamerikas, Afrikas und Asiens praktiziert. Es gibt drei Typen:

  1. Moderne Landwirtschaft in Europa: Hierbei stehen Blumen und Gartenbauprodukte aus den Niederlanden sowie Getreide aus Deutschland und dem Pariser Becken im Vordergrund.
  2. Mittelmeer-Landwirtschaft: Es gibt zwei Varianten: den Regenfeldbau, bei dem Weizen, Weinberge und Olivenhaine angebaut werden, und den umfassenden bewässerten Anbau, bei dem Gartenbauprodukte dominieren.
  3. Extensive Landwirtschaft in neuen Gebieten: In den Getreideebenen der USA, Kanadas, Australiens und auf großen Flächen in Argentinien. Dort gibt es wenig Arbeitskräfte, aber einen hohen Einsatz von Maschinen.

Kapital und Intensität in der Viehzucht

Extensive Viehzucht

Geringer Kapitaleinsatz und wenig Produktivität. Sie benötigt Gelände, auf dem große Tiere im Freien weiden können. Die Hauptarten sind Rinder und Schafe. Die Produktion und der Handel entwickeln sich in Amerika, China usw.

Intensive Viehzucht

Große Investitionen und Arbeitsbedingungen für eine hohe Produktivität. Die Gebiete für Rinderzucht sind feucht; Schafe und Geflügel werden in Herden auf Farmen gehalten. Es handelt sich um gewerbliche Waren, die in großen Lebensmittelunternehmen verkauft werden. Diese Form ist typisch für Europa und Nordamerika.

Fütterung des Viehbestands

Weideviehhaltung

Die Tiere werden im Freien für die extensive Rinderhaltung zur Fleischproduktion gefüttert. Dies entwickelt sich in dünn besiedelten Gebieten für Grundbedürfnisse. Diese Praktiken findet man in Afrika und Amerika.

Stallhaltung (Feedlot)

Das Vieh befindet sich in Scheunen sowie Gehegen und wird mit Futtermitteln ernährt. Die Intensivtierhaltung nutzt technologisch fortgeschrittene Maschinen, sodass es die besten Rassen und eine hohe Produktivität gibt. Dies ist typisch für Länder in Europa und Amerika.

Semi-intensive Haltung

Ein System mit intensivem Weideauftrieb im Freien während des Sommers; in Zeiten der Knappheit wird Futter in Betrieben zugeführt. Dies wird im Hochgebirge praktiziert.

Mobilität der Tiere

  • Nomadismus: Ständige Mobilität auf der Suche nach natürlichen Weiden, vor allem in Afrika und Asien.
  • Wanderhirten (Transhumanz): Saisonale Verschiebung von Winterweiden zu Sommerweiden und umgekehrt. Charakteristisch für mediterrane Länder.
  • Sesshaft: Hierbei bewegt sich das Vieh nicht, um Futter zu suchen, sondern der Landwirt stellt Futter oder Nutzpflanzen bereit.

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