Globale Energieressourcen: Öl, Kohle und Erdgas
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Öl
Öl deckt 40 % des globalen Energieverbrauchs ab. Es befindet sich unter der Erde und wird durch Bohrungen gewonnen. Der Erdölverarbeitungsprozess ist notwendig, um es von einem Rohstoff in andere Produkte umzuwandeln (Kunststoff, Benzin, Lösungsmittel, Wachse, Klebstoffe, Teer, Asphalt).
Die größten Reserven liegen im Nahen Osten, aber es gibt auch wichtige Fördergebiete in: Mexiko, den USA, Venezuela, Nigeria, am Golf von Guinea, in Angola, Norwegen, Großbritannien, Russland, Europa und Japan. Der Verbrauch ist in den meisten Industrieländern sehr hoch; insbesondere die USA und Kanada konsumieren große Mengen Öl. Die US-Ölindustrie war die erste ihrer Art. Etwa 29 US-Raffinerien verarbeiten 70 % des weltweit geförderten Erdöls. Es gibt auch andere Gebiete in Afrika und Asien, die Standorte nutzen.
Die Ausbeutung von Öl erfordert große Investitionen, weshalb multinationale Unternehmen wie BP, Repsol, Shell, Exxon, Standard Oil und Total dominieren.
OPEC
Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist ein Kartell, das den Ölfluss auf dem Markt reguliert, um zu verhindern, dass die Preise zu stark sinken. In den 70er Jahren kam es aufgrund steigender Ölpreise zu einer Ölkrise. Die Kontrolle einer so grundlegenden Ressource führt häufig zur Entstehung von Konflikten. Zudem entstehen Umweltprobleme durch Nutzung und Verbrauch (Ölteppiche und Luftverschmutzung).
Kohle
Es gibt zwei Grundtypen:
- Mineralische Kohle: Die Gewinnung erfolgt durch Untertagebau. Es ist eine recht ergiebige Ressource, existiert jedoch nur in endlichen Mengen. Sie war die Energiebasis der 1. Industriellen Revolution (Watt), wurde aber später durch Öl ersetzt. Dennoch ist ihr Einsatz weiterhin sehr wichtig, insbesondere als Brennstoff für Kraftwerke zur Stromerzeugung. Die Verbrennung von Kohle führt zu erheblicher Luftverschmutzung: CO2 ist für die globale Erwärmung und den Treibhauseffekt verantwortlich. Der Kontakt von Schwefel mit Wasser (H2O) produziert Schwefelsäure (saurer Regen). Weitere Auswirkungen auf die Umwelt sind durch den Tagebau gegeben, der die Landschaft stark beeinträchtigt und Gewässer verschmutzen kann.
- Pflanzliche Kohle: Ursprung aus Holz. In entwickelten Gesellschaften spielt sie kaum eine Rolle, ist aber in der Dritten Welt ein grundlegender Brennstoff für Öfen. Sie hat einen geringeren Brennwert und führt zu Abholzung, um Holz zu erhalten.
Erdgas
Erdgas ist ein fossiler Brennstoff. Es ist weniger umweltschädlich als Öl, emittiert aber dennoch CO2 und trägt somit zur globalen Erwärmung bei. Es ist einfacher zu verarbeiten als Öl. Der Transport erfolgt über Pipelines und Schiffe.
Die Nutzung von Erdgas umfasst:
- Inländische Verwendung (Warmwasser und Kochen)
- Brennstoff für GuD-Kraftwerke, die Strom aus der Verbrennung von Gas erzeugen
Algerien versorgt Spanien über eine Pipeline mit Gas. Spanien verfügt über Reserven für 30 Tage. Russland liefert Gas, das in Mittel- und Westeuropa verbraucht wird.