Globale Entwicklung, Ungleichheit und Indikatoren
Eingeordnet in Geographie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,28 KB
Kommunikation und Informationstechnologie
Fortschritte auf dem Gebiet der Elektronik und die Entwicklung des Computers waren entscheidende Faktoren, die die Entstehung des Informations-Highways ermöglichten. Über dieses Netzwerk werden Daten und Texte weltweit verbreitet.
Das meistgenutzte Netzwerk im Informations-Highway ist das Internet.
Wichtige Entwicklungsindikatoren
Die menschliche Entwicklung wird anhand verschiedener Indikatoren gemessen, darunter das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Human Development Index (HDI).
Weitere Indikatoren für Entwicklung und Armut
- Kalorienverbrauch: Eine Person benötigt täglich etwa 2400 Kalorien. Weltweit sind 850 Millionen Menschen chronisch unterernährt.
- Menschliche Armutsgrenze (LPH): Bestimmt die Zahl der Menschen, die in einem Land mit weniger Geld leben, als für das Überleben notwendig ist. Sie dient dem Vergleich von Ländern.
- Pro-Kopf-Einkommen: Das durchschnittliche Einkommensniveau pro Einwohner.
Lebenserwartung und globale Ungleichheit
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt weltweit bei 67 Jahren. Diese Zahl verbirgt jedoch große Ungleichheiten:
- In reichen Ländern: 78 Jahre
- In armen Ländern: 53 Jahre
- In Afrika südlich der Sahara: Nur 46 Jahre (oft infolge von Krankheiten wie AIDS)
Bildungschancen und Analphabetismus
Laut einem Bericht der Vereinten Nationen (UN) wurde der Zugang zu Bildung verbessert. 82 % der Erwachsenen können lesen. Dennoch bestehen weiterhin große Ungleichheiten bei den Bildungschancen zwischen reichen und armen Ländern.
- In Norwegen ist die Bildungskompetenz sehr hoch.
- In Niger können nur 18 von 100 Erwachsenen lesen.
Hunger und Adipositas: Ein globales Paradoxon
Hunger wird durch eine Kombination aus natürlichen und menschlichen Ursachen beeinflusst:
- Natürliche Ursachen: Dürren, Überschwemmungen.
- Menschliche Ursachen: Kriege, politische und wirtschaftliche Entscheidungen.
Im Gegensatz dazu stellt in reichen Ländern (z. B. den USA) Adipositas (Übergewicht) ein ernstes Gesundheitsproblem dar.
Demografische Ungleichgewichte
Die Geburtenraten zeigen weltweit eine abnehmende Tendenz, bleiben jedoch in armen Ländern weiterhin hoch. Obwohl die Kindersterblichkeit tendenziell sinkt, resultiert dies in einer jungen und zahlreichen Bevölkerung in armen Ländern.
Da der Reichtum in diesen Ländern langsamer wächst als die Bevölkerung, nimmt die Armut zu.
Delokalisierung und postkoloniale Abhängigkeit
Ein Großteil der armen Länder waren ehemalige Kolonien, die von europäischen Mächten dominiert wurden. Als diese Kolonien, meist Mitte des 20. Jahrhunderts, unabhängig wurden, fehlten ihnen oft materielle Mittel und eine vorbereitete Bevölkerung.
Die neuen Länder blieben unter der wirtschaftlichen Herrschaft der alten Metropolen. Die fortgesetzte Delokalisierung (Auslagerung von Produktion) hat diese Länder ruiniert und zu endlosen Konflikten und Kriegen geführt.