Globalisierung: Merkmale, Prozesse und Auswirkungen
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Merkmale der Globalisierung
- Intensive Verflechtung der Akteure: Durch internationale Abkommen und Kooperationen.
- Weitreichende räumliche Auswirkungen: Konsumverhalten in Europa beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung in Asien.
- Breiten- und Tiefenwirkung: Globalisierung ist in vielen Alltagssituationen, wie beim täglichen Einkauf, deutlich spürbar.
Triebkräfte der Globalisierung
- Abbau von Handelsbeschränkungen
- Außenwirtschaftliche Öffnungspolitik
- Innovationen in der Kommunikationstechnologie
- Globale Vernetzung
- Bewältigung globaler Probleme
- Liberalisierung der Märkte
Wirtschaftliche Prozesse der Globalisierung
- Zunehmende Internationalisierung: Verschärfung der internationalen Konkurrenz.
- Deregulierung und Liberalisierung: Abbau von Zöllen und Handelshemmnissen.
- Wirtschaftliche Regionalisierung: Bildung von Staatengruppen als Schutzgemeinschaften.
- Globale Vernetzung der Kapitalmärkte: Erhöhung der Mobilität des Finanzkapitals.
- Bedeutung von Global Playern: Multinationale Unternehmen beeinflussen den Weltmarkt maßgeblich.
- Direktinvestitionen: Zunahme ausländischer Investitionen in Schwellenländern.
- Exportwachstum: Steigende Exportvolumina durch die Erschließung neuer Märkte.
Rückwirkungen der Globalisierung auf Deutschland
Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland
Diese dienen der Sicherung der globalen Marktpräsenz, verbesserten Transfermöglichkeiten von Waren und Dienstleistungen sowie einer zunehmenden internationalen Kooperation.
Daraus ergeben sich:
- Chancen auf steigende Finanzaktivitäten im Ausland.
- Erarbeitung neuer Produktpaletten.
- Ausweitung der Güterproduktion durch neue Absatzmöglichkeiten.
- Weltweite Ausschreibung bei öffentlichen Projekten.
Ausländische Investitionen in Deutschland
Deutschland profitiert von einer verlässlichen Verwaltung, technischer Tradition, guter Infrastruktur, einem stabilen Rechtssystem, seltenen Streiks und einem hohen Bildungsniveau.
Probleme und Risiken der Globalisierung
Standortverlagerungen inländischer Unternehmen treten auf, da der Produktionsfaktor Arbeit einem internationalen Anpassungsdruck ausgesetzt ist, bedingt durch:
- Hohe Lohnkosten in Deutschland
- Niedrige Wochenarbeitszeiten
- Viel Urlaub
- Umfangreiche Gesetze
- Schwerfällige Bürokratie
Folgen der Standortverlagerung:
- Arbeitsplatzverlagerungen
- Steigende Arbeitslosenquoten
- Sinkende Steuereinnahmen
- Risiken des sozialen Abstiegs für die betroffene Bevölkerung
Chancen und Risiken internationaler Arbeitsteilung
Die internationale Arbeitsteilung unterteilt sich in:
- Klassischer Sinn: Internationale Vernetzung von Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital, Boden).
- Engerer Sinn: Spezialisierung einzelner Länder auf die Produktion spezifischer Güter und Dienstleistungen, die aus ökonomischer Sicht optimal bewerkstelligt werden können.
Chancen für Industrieländer (IL)
- Erschließung neuer Märkte
- Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen
- Lohnkostenvorteile durch Verlagerung von Produktionszweigen in Entwicklungsländer
- Einkommensgewinne infolge verbesserter Terms of Trade
Risiken für Industrieländer (IL)
- Verstärkung der Einkommensschere
- Verlust an Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen durch Verlagerung in Billiglohnländer
- Gefahr des unkontrollierten Transfers von Know-how (Produktpiraterie)
- Sinkender Handlungsspielraum innerhalb der nationalen Lohnpolitik