Globalisierung und die Weltwirtschaft: Eine Analyse
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Globalisierung
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den verschiedenen Teilen der Welt sind stärker als je zuvor, und Unternehmen neigen dazu, im globalen Raum zu agieren. Dies erzeugt eine wirtschaftliche Globalisierung, die vier wesentliche Merkmale aufweist:
- Internationaler Handel: Er hat stark zugenommen, maßgeblich unterstützt durch verbesserte und günstigere Transportmöglichkeiten.
- Produktionsorganisation: Eine neue Struktur, bei der die Produktion auf mehrere Länder verteilt ist. Ein Großteil wird von multinationalen Unternehmen kontrolliert.
- Finanzströme: Die internationalen Finanzströme werden immer intensiver.
- Freihandelsabkommen: Diese werden immer zahlreicher, wodurch Produkte frei zwischen Ländern gehandelt werden können. Dies führt zur Entstehung eines globalen Marktes.
Die Globalisierung wäre ohne die Kommunikationsrevolution, insbesondere das Internet, nicht möglich gewesen.
Multinationale Unternehmen
Unternehmen, die in mehreren Ländern präsent sind und dort Tochtergesellschaften unterhalten, die vom Mutterunternehmen im Herkunftsland abhängen.
Die Institutionen der Weltwirtschaft
Internationale Organisationen bestimmen maßgeblich die Funktionsweise der globalen Wirtschaft:
- Weltbank (WB) & IWF: Beide gehören zur UNO. Die Weltbank bekämpft Armut durch Darlehen und Entwicklungshilfe. Der IWF berät Regierungen bei finanziellen Aspekten.
- World Trade Organization (WTO): Sie schafft Regeln für den internationalen Handel und schlichtet Handelsstreitigkeiten.
- G7/G8: Die wichtigsten Industrienationen treffen sich jährlich, um die globale Wirtschaftslage zu diskutieren und Krisenbewältigungsstrategien zu entwickeln.
Hinweis: Reichere Länder haben in diesen Institutionen oft ein höheres Mitspracherecht.
Die großen Zentren der Weltwirtschaft
Die Hauptzentren sind die USA, die Europäische Union und Japan, ergänzt durch die aufstrebenden Schwellenländer wie China und Indien (die sogenannten „asiatischen Drachen“).
Vereinigte Staaten
Die USA sind der wichtigste Motor der Weltwirtschaft. Faktoren für ihre Stärke sind:
- Führende Großunternehmen und Unternehmergeist.
- Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung.
- Qualitativ hochwertige Hochschulbildung.
- Reichtum an natürlichen Ressourcen und Energie.
Der Dollar ist neben dem Euro die wichtigste Weltwährung. Ein hohes Pro-Kopf-Einkommen sorgt für einen starken Konsum, der das globale Wachstum antreibt.
Die Europäische Union
Die EU-Mitgliedstaaten verfolgen eine gemeinsame Wirtschaftspolitik mit freiem Waren- und Kapitalverkehr. Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien bilden die größten Volkswirtschaften. Innerhalb der EU gibt es ein Wohlstandsgefälle zwischen Nord-/Westeuropa und den südlichen bzw. östlichen Regionen.
Ost- und Südostasien
Japan ist eine der reichsten Nationen, fokussiert auf High-Tech-Produkte, leidet jedoch unter Rohstoffknappheit. Die „asiatischen Drachen“ (Hongkong, Singapur, Südkorea, Taiwan) industrialisierten sich durch hohe Qualität und niedrige Kosten.
Russland
Nach einem starken Konjunkturrückgang erholt sich die russische Wirtschaft. Trotz großer Reserven an Erdöl und Erdgas hemmen technologische Rückstände, Bürokratie und Korruption das volle Potenzial.
Regionale Mächte
- Brasilien: Führende Wirtschaftsmacht in Lateinamerika, jedoch mit großen sozialen Unterschieden.
- Südafrika: Höchstes BIP in Afrika, kämpft jedoch mit Armut, Mangel an Fachkräften und hohen Kriminalitätsraten.
- Australien: Ein reiches Industrieland, das durch den Export von Mineralien und Agrarprodukten wettbewerbsfähig bleibt.