Glossar: Zentrale Begriffe der Französischen Revolution
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Generalstände (General-Staaten): Die französische Versammlung unter dem Vorsitz des Königs, in der Vertreter der drei Stände (Geistlichkeit, Adel und Dritter Stand) zusammenkamen. Diese Einrichtung entschied über die Einführung von Steuern durch eine Abstimmung.
Nationale Souveränität: Ein Konzept der Aufklärung, das aus den Ideen der Revolution hervorging und mit der Französischen Revolution konsolidiert wurde. Es besagt, dass die Macht nicht vom König, sondern vom gesamten Volk aller Bürger ausgeht.
Nationalversammlung: Ein Treffen von Vertretern der Nation in Frankreich, die zusammenkamen, um eine Verfassung auszuarbeiten. Diese Versammlung spiegelte den Willen der Mehrheit des französischen Volkes wider. Die Legislative hatte zwei Phasen: die Verfassunggebende Nationalversammlung und die Gesetzgebende Nationalversammlung.
Erklärung der Rechte des Menschen und Bürgers: Eine Erklärung der Nationalversammlung in Frankreich zur Anerkennung der Rechte und Freiheiten der Bürger sowie der Gleichheit vor dem Gesetz und bei den Steuern.
Verfassung: Das Gesetz von höchstem Rang eines Staates, welches das politische System und dessen Funktionsweise sowie die Rechte und Freiheiten der Bürger regelt. Sie ist für alle verbindlich, und alle Gesetze müssen ihr entsprechen.
Vetorecht: Das Recht des Königs oder eines anderen Organs, Einspruch gegen die Verabschiedung eines Gesetzes durch die Versammlung einzulegen.
Zensuswahlrecht (Basierend auf Volkszählung): Ein Wahlrecht, das an das Einkommen gebunden ist; es war auf Personen mit großem Vermögen beschränkt.
Indirekte Wahl: Eine Art der Abstimmung, bei der die Abgeordneten nicht direkt gewählt werden, sondern zunächst Wahlmänner bestimmt werden, die dann in weiteren Wahlgängen die endgültigen Vertreter wählen.
Allgemeines Wahlrecht: Erlaubt allen erwachsenen Bürgern die Teilnahme an der Wahl. Im 19. Jahrhundert war dieses Recht jedoch auf Männer beschränkt.
Säkularisation (Einziehung): Der Prozess, durch den der Staat Kircheneigentum und Besitztümer verschiedener Organisationen der Zivilgesellschaft verstaatlicht, um sie zu versteigern und in Privateigentum einzelner Bürger umzuwandeln.
Girondisten (Girondins): Eine Gruppe von Abgeordneten des französischen Nationalkonvents (1792), die aus dem gemäßigten Bürgertum stammten. Sie verteidigten die Freiheit und das Recht auf Eigentum als unveräußerliche Rechte.
Jakobiner: Radikale Clubmitglieder, die das politische Leben Frankreichs während des Nationalkonvents (1793) anführten. Sie vertraten radikale Ideen, verteidigten das Bündnis mit den unteren Volksschichten und das Recht auf Gleichheit gegenüber der bloßen Freiheit. Ihr oberster Anführer war Robespierre.
Der Nationalkonvent und seine Phasen
Konvent: Eine durch allgemeines Wahlrecht gewählte Versammlung, die nach der Ausrufung der Französischen Republik 1792 eine neue Verfassung ausarbeiten sollte. Er durchlief drei Phasen: den Gironde-Konvent, den Jakobiner-Konvent und den Thermidor-Konvent.
Konvent (Wiederholung): Eine durch allgemeines Wahlrecht gewählte Versammlung, die nach der Ausrufung der Französischen Republik 1792 eine neue Verfassung ausarbeiten sollte. Er durchlief drei Phasen: den Gironde-Konvent, den Jakobiner-Konvent und den Thermidor-Konvent.