Glück: Religion, Philosophie und Flow
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Glück in den Weltreligionen
- Judentum: Vertrauen gegenüber Gott, die Zehn Gebote als Wegweiser, die Thora bzw. der Talmud als Orientierung, das Gebet.
- Christentum: Das Heilshandeln Gottes, Beziehung zu Christus (dem Retter), die Seligpreisungen im Matthäusevangelium („Selig sind die...“), „Das Wort ward Fleisch“ – Gott ist Mensch geworden, das Gebet.
- Islam: Wer Gutes tut, wird ein gutes Leben haben, die fünf Säulen des Islam, die Richtlinien Allahs, das Gebet.
- Buddhismus: Die vier edlen Wahrheiten, der achtfache Pfad, Meditation.
Sinn des Lebens und Glück bei Aristoteles
Der Begriff „Eudaimonia“:
- Für Aristoteles bedeutet „Eudaimonia“ das vollkommene und selbstgenügsame Gut sowie das Endziel des Handelns.
- Mit Eudaimonia geht bei Aristoteles ein bestimmtes Handeln (Denken) einher. Es geht um die Einübung der „gesunden Mitte“ der menschlichen Handlungen – die sogenannte Tugendlehre.
- Für Aristoteles ist es die Aufgabe des Philosophen zu veranschaulichen, wie der Mensch handelt und welches Handeln zur Eudaimonia führt.
Aristoteles glaubte, dass es möglich sei, einen einzigen Weg aufzuzeigen, auf dem alle Menschen durch gutes, tugendhaftes Handeln zur Eudaimonia (Glückseligkeit) gelangen konnten. Heute werden dagegen sowohl der Sinn des Lebens als auch das Glück als subjektiv angesehen.
Der Flow-Begriff nach Mihaly Csikszentmihalyi
Das Ziel (Telos) des Menschen ist Glückseligkeit. Glück wird um seiner selbst willen angestrebt, während Schönheit, Geld oder Macht lediglich Mittel zum Zweck sind. Seit Aristoteles hat sich an dieser Seins-Struktur nichts geändert. Glück ist keine Folge von angenehmen Zufällen und hängt nicht von äußeren Faktoren ab. Man kann Glück nicht kaufen oder mit Macht bestimmen; es hat eher damit zu tun, wie wir Ereignisse deuten oder steuern.
Definition Flow: Der Begriff stammt von Mihaly Csikszentmihalyi. Flow bedeutet einen Zustand, in dem man in eine Tätigkeit so vertieft ist, dass nichts anderes eine Rolle spielt. Wenn wir im Flow sind, sind unser Fühlen, unser Wollen und unser Denken in Übereinstimmung. Während wir der Tätigkeit nachgehen, spielen weder die Zeit noch wir selbst eine Rolle und das Handeln geht mühelos vonstatten.
Was ist Glück?
- Glück haben: Beschenkt sein mit materiellen Gütern, Gesundheit, Aspekte des Zufalls.
- Glücklich sein: Die Suche nach der Verbundenheit zum Ursprung, zu sich selbst oder zum Sein selbst (Gott). Der Mensch ist ein Wesen, das über sich hinaus zu denken vermag (Transzendenz).
Flow durch Gemeinschaft
Die Lebensqualität ist vorwiegend von zwei Faktoren abhängig: Wie wir unsere Arbeit erfahren und wie unsere Beziehungen zu anderen Menschen aussehen.
- Unser Selbst ist wesentlich durch diese Bereiche bestimmt.
- Es ist eine biologische Vorbedingung, mit anderen Menschen in Beziehung zu sein, da das Leben durch andere entweder interessant und erfüllend wird oder wir durch sie Unglück erfahren.
- Wir sollten lernen, den Umgang mit anderen Menschen zu Flow-Erlebnissen zu machen, um die Lebensqualität insgesamt zu verbessern.
- Andererseits schätzt der Mensch Ungestörtheit. Tritt jedoch die Situation der Isolation ein, fühlen sich Menschen oft einsam oder leiden an Langeweile.