Grammatik-Guide: Nebensätze und Satzverbindungen

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Grammatik: Verbindungen und Satzstrukturen

1. Arten von Satzverbindungen

  • Dass-Sätze: Diese werden benötigt, um Aussagen zu vervollständigen (z. B. bei Verben des Sagens oder Meinens).
  • Indirekte Fragen: Verbindung mit ob (z. B. „Er fragte, ob Steuern für die Filme anfallen“).
  • Interrogativpronomen: Wer, was, warum, wie, wann und wo (z. B. „Sag mir, wer es war“ oder „Sag mir, warum“).
  • Relativpronomen: Wer, was, wann – auch ohne ausdrückliches vorhergehendes Bezugswort.

2. Substantivierte Relativsätze

Relativsätze können inhaltlich wie Substantive fungieren:

  • „Ich verleihe den Preis jedem, der ihn verdient“ (Beispiel: Juan verdient ihn).
  • „Mein Auto ist das dort abgestellte.“

3. Besondere Verbindungsstile

  • Direkte Rede: Ohne explizites Bindewort (z. B. „Ich sagte: Komm!“).
  • Infinitivkonstruktionen: Ohne Konjunktion (z. B. „Er entschied, das Fahrrad zu verkaufen“).

Adjektivsätze (Relativsätze)

Adjektivsätze zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Sie können durch ein Adjektiv oder einen gleichwertigen Satz ersetzt werden.
  • Sie haben eine Attributfunktion (Modifier) für das Bezugswort, zu dem sie gehören.
  • Sie werden durch Relativpronomen (wer, was, welcher) oder Relativadverbien (wo, wann) eingeleitet.

Relativsätze haben zwei Funktionen: Nexus (Verbindung) und eine syntaktische Funktion im Satz (Subjekt, Objekt, Adverbialbestimmung).

Arten von Relativsätzen

  • Restriktive Relativsätze: Diese schränken die Auswahl ein (z. B. „Die Gäste, die in Eile waren, gingen“).
  • Appositive Relativsätze (Erläuterungen): Diese stehen zwischen Kommas und beziehen sich auf das Ganze (z. B. „Die Gäste, die bereits gegangen waren, hatten es eilig“).

Bipolare Sätze und Interdependenzen

Bipolare Sätze zeichnen sich durch eine Beziehung der Interdependenz oder Interordination aus. Sie stehen auf verschiedenen hierarchischen Stufen.

  • Typ 1: Adversativsätze (Gegensatz): Drücken eine Antithese aus (aber, doch, sondern).
  • Typ 2: Konzessivsätze (Einräumung): Ein Einwand wird geäußert, obwohl eine Situation existiert (obwohl, obgleich, trotz).
  • Typ 3: Kausalsätze (Grund): Geben die Ursache für etwas an (weil, da). Beispiel: „Ich habe keine, weil ich keine hatte.“
  • Typ 4: Konditionalsätze (Bedingung): Drücken eine Bedingung aus (wenn, falls, sofern, unter der Bedingung, dass).
  • Typ 5: Konsekutivsätze (Folge): Drücken das Ergebnis einer vorangegangenen Handlung aus (sodass, folglich, daher).

Adverbialsätze

Adverbialsätze können fast immer durch ein Adverb ersetzt werden und übernehmen meist die Funktion einer adverbialen Bestimmung:

  1. Lokalsätze (Ort): Eingeleitet durch wo (z. B. „Essen Sie, wo Sie möchten“ / „Dort essen“).
  2. Temporalsätze (Zeit): Eingeleitet durch wenn, sobald, bis (z. B. „Essen Sie, wenn Sie möchten“).
  3. Modalsätze (Art und Weise): Eingeleitet durch wie, als ob (z. B. „Essen, als ob wir Könige wären“).
  4. Finalsätze (Zweck): Eingeleitet durch damit, um zu (z. B. „Essen, um den Hunger zu vermeiden“).

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