Grundbegriffe der Architektur: Ein Glossar

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Grundbegriffe der Architektur

  • Bogen: Eine strukturelle Komponente, die Öffnungen in Gebäuden überspannt. Die Stücke, die einen Bogen bilden, werden als Gewölbesteine bezeichnet.
  • Archivolte: Jeder der Bögen über dem Portal einer Kirche, die in der romanischen oder gotischen Architektur zusammen mit dem Tympanon auftreten.
  • Gewölbe: Ein Dach, das den Raum zwischen zwei Wänden oder zwei Säulenreihen überspannt.
  • Tonnengewölbe: Ein Gewölbe in Form eines halben Zylinders, häufig in römischen Gebäuden verwendet.
  • Kreuzgewölbe: Ein quadratischer Raum, der durch die Kreuzung zweier Tonnengewölbe entsteht.
  • Kreuzrippengewölbe: Ein Gewölbe mit sich kreuzenden Rippen, typisch für die Gotik.
  • Chor (Kopfteil): Der Teil der Kirche, in dem sich der Altar befindet.
  • Kathedrale: Hauptkirche eines Bistums, in der der Bischof seinen Sitz hat.
  • Kreuzgang: Ein Innenhof in einem religiösen Gebäude.

Bautechnische Elemente

  • Schlussstein (Clave): Der Stein in der Mitte des Bogens.
  • Lehrgerüst (Zentrierung): Eine temporäre Holzkonstruktion, die als Unterstützung für den Bau eines Bogens dient.
  • Strebepfeiler: Ein Stützelement an einer Wand, das das Gewicht eines Gewölbes abfängt.
  • Vierung (Cruiser): Die Stelle einer Kirche mit Kreuzgrundriss, an der sich das Hauptschiff und das Querschiff treffen.
  • Kuppel: Ein Bauteil, das einen runden, eckigen, polygonalen oder elliptischen Bereich abdeckt.
  • Türsturz: Ein horizontaler Stein an der Oberseite einer Tür oder eines Fensters.
  • Keilstein (Quoin): Die einzelnen Steine, die einen Bogen bilden.
  • Fassade: Die Außenseite eines Gebäudes.
  • Wasserspeier (Gargoyle): Ein Element, durch das Regenwasser vom Dach abgeleitet wird.

Weitere architektonische Begriffe

  • Chorumgang (Ambulatorium): Ein Gang um die Apsis einer Kirche oder Kathedrale.
  • Pfosten: Säulen oder Pfeiler an den Seiten einer Tür.
  • Laterne: Ein Aufbau auf einer Kuppel, der Licht in das Innere lässt.
  • Trumeau (Pfosten/Portalstütze): Ein architektonisches Element, das eine Öffnung in zwei oder mehr Teile trennt.
  • Pantokrator: Ein Bild, das Christus als Weltenherrscher darstellt, meist mit erhobener rechter Hand und dem Buch der Evangelien.
  • Pendentif (Hängezwickel): Ein sphärisches Dreieck, das das Gewicht einer Kuppel auf die tragenden Pfeiler überträgt.
  • Eitempera: Eine Maltechnik, bei der Farben mit Bindemitteln wie Ei, Leim oder Pflanzensäften gemischt werden.
  • Tambour (Trommel): Der zylindrische oder polygonale Unterbau einer Kuppel.
  • Tympanon: Das Feld innerhalb und zwischen dem Sturz und den Archivolten eines romanischen Portals.
  • Querschiff: Der Querarm einer Basilika, der das Hauptschiff kreuzt.
  • Obergaden (Crifolio): Fensterbereich im oberen Teil des Mittelschiffs einer romanischen oder gotischen Kirche.
  • Jakobsmuschel: Symbol der Pilger, die nach Santiago de Compostela wandern.

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