Grundbegriffe der politischen Philosophie nach Locke

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Öffentliches Gut

Das Gemeinwohl. Der Zweck des Staates ist es, sicherzustellen, dass die Bürger ein sicheres und ruhiges Leben führen können.

Naturzustand

Ein Zustand, in dem sich Menschen vor dem ursprünglichen Pakt befinden. In ihm herrscht völlige Freiheit, zu handeln und über sich zu verfügen, sowie volle Gleichberechtigung. Dieser Zustand wird durch das Gesetz der Natur geregelt.

Föderative Gewalt

Die Macht, die den Staat gegenüber anderen Staaten vertritt. Sie regelt internationale Beziehungen (Allianzen, Kriegserklärungen etc.). Diese Macht wird meist von denselben Personen wie die Exekutive ausgeübt und untersteht dem Gesetzgeber.

Legislative

Die Institution, die die Gesetze des Staates festlegt.

Gesetz der Natur

Ein Gesetz, das von allen Menschen verlangt, nicht gegen das Leben, die Gesundheit, die Freiheit oder das Eigentum eines anderen zu handeln, es sei denn, es dient der Gerechtigkeit. Jeder ist verpflichtet, sich selbst und die Menschheit zu verteidigen. Diese Gesetze sind Ausdruck des Gesetzes der Vernunft.

Positive Gesetze

Gesetze, die vom Verfassungsgeber in einem Staat oder einer Zivilgesellschaft erlassen werden. Sie sind nur dann fair, wenn sie auf dem Gesetz der Natur basieren, welches sie regulieren und auslegen.

Natürliche Freiheit

Die Freiheit, die alle Menschen im Naturzustand besitzen. Wenn ein Individuum einen Teil seiner natürlichen Freiheit aufgibt, wird es in die Lage versetzt, Rechte zu beanspruchen.

Absolute Monarchie

Ein Regime, in dem ein König absolute Macht über seine Untertanen ausübt. Der absolute Monarch unterliegt weder dem Gesetz noch einer anderen Macht, sondern genießt die Freiheit des Naturzustandes, verstärkt durch die Macht und Straflosigkeit dieses Systems.

Ursprünglicher Pakt

Ein Vertrag, durch den eine Gruppe von Menschen beschließt, den Naturzustand zu verlassen und eine politische Gesellschaft zu bilden. Dabei verzichten sie auf die exekutive Gewalt, also das Recht, Richter in eigener Sache zu sein.

Exekutive

Die Macht, die Gesetze umsetzt und durchsetzt. Ursprünglich besaß jeder Mensch im Naturzustand diese Macht. Wenn das Individuum zugunsten der Gemeinschaft darauf verzichtet, wird die Exekutive zu einem Teil des Staates oder der Zivilgesellschaft.

Legislative (Hauptmacht)

Die wichtigste Macht des Staates. Sie ist die höchste Gewalt, der die Exekutive und die föderative Gewalt untergeordnet sind. Ihre Funktion ist die Entwicklung und Erlassung von Gesetzen, denen alle Bürger unterworfen sind. Diese Gesetze müssen für alle gleich sein, dem Gemeinwohl dienen und die Rechte der Bürger achten. Sie umfasst zudem richterliche Aufgaben.

Politische Macht

Das Recht, Gesetze zu erlassen und zur Sicherung des Eigentums die Kraft der Gemeinschaft bei der Umsetzung dieser Gesetze einzusetzen.

Politische oder Zivilgesellschaft

Der Staat, der nach dem ursprünglichen Pakt entsteht. Menschen kommen zusammen und verzichten zugunsten der Gemeinschaft auf die exekutive Gewalt (niemand kann Richter in eigener Sache sein). Die absolute Monarchie ist mit der Zivilgesellschaft unvereinbar. Sie wird auch als politisches Gremium, Staat oder Volk bezeichnet.

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