Grundlagen von Angebot, Nachfrage und Elastizität
Eingeordnet in Wirtschaft
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,5 KB
Marktdynamik: Nachfrage und Preisbildung
Nachfrageänderungen werden durch verschiedene Variablen beeinflusst: den Geschmack der Konsumenten, den Preis, Aufpreise für Ersatzgüter (Substitutionsgüter), das Haushaltseinkommen sowie den Zugang zu Krediten. Bei einer Erhöhung der Preise entsteht ein Nachfrageüberhang (Knappheit). Wenn der Preis steigt, sinkt die nachgefragte Menge, während die angebotene Menge steigt, bis der Nachfrageüberhang verschwindet.
Eine sinkende Geldnachfrage kann Akkumulationseffekte (Ursache-Wirkungs-Prinzip) auslösen. Dabei treten drei Phänomene auf: niedrigere Preise, eine wachsende nachgefragte Menge und eine sinkende angebotene Menge, wodurch die Akkumulation im Lager abgebaut wird.
Angebotsänderungen und Marktgleichgewicht
Das Angebot ändert sich durch Faktoren wie Produktionskosten, Wettbewerb, Technologie und andere Variablen. Eine Erhöhung des Angebots führt zu einem Angebotsüberschuss (Lageransammlung). Durch niedrigere Preise sinkt die angebotene Menge, während die nachgefragte Menge steigt, bis der Lagerüberschuss verschwindet.
Bei einem sinkenden Angebot (Knappheit) kommt es zu Preissteigerungen mit drei Effekten: Die nachgefragte Menge fällt, die angebotene Menge nimmt zu und die Knappheit verschwindet schließlich.
Preiselastizität der Nachfrage
Die Preiselastizität beschreibt die Reaktion der nachgefragten Menge (QD) auf Preisänderungen:
- Elastische Nachfrage: Die Menge reagiert sensibel auf Preisänderungen.
- Unelastische Nachfrage: Die Menge reagiert unempfindlich auf Preisänderungen.
Bedeutung der Elastizität für den Markt
Für die Bestimmung der Elastizität sind zwei Faktoren entscheidend:
- Bewertung durch den Verbraucher: Eine hohe Wertschätzung führt zu einer unelastischen Nachfrage, eine geringere Wertschätzung zu einer elastischen Nachfrage.
- Auswirkungen auf den Umsatz: Der Gesamtumsatz (Vv) berechnet sich aus Preis (P) x Menge (Q).
Umsatzeffekte bei Preisänderungen
Bei einer elastischen Nachfrage führt eine Preissenkung zu einer überproportional steigenden Menge. Daher erhöht sich der Verkaufserlös, da der Mengenanstieg den Preisrückgang überwiegt. Bei einer unelastischen Nachfrage steigt die Menge bei niedrigeren Preisen nur unterproportional an. In diesem Fall sinkt der Umsatz bei Preissenkungen stärker, als er bei Preiserhöhungen steigen würde.
Preiselastizität des Angebots
Auch das Angebot reagiert unterschiedlich auf Preisänderungen:
- Unelastisches Angebot: Preisänderungen führen nur zu geringfügigen Änderungen der gelieferten Menge.
- Elastisches Angebot: Bereits kleine Preisänderungen bewirken große Änderungen der gelieferten Menge.
Einflussfaktoren auf die Angebotselastizität
Die Elastizität hängt maßgeblich vom Zeitraum ab:
- Kurzfristig: Das Angebot tendiert dazu, unelastisch zu sein.
- Langfristig: Das Angebot ist eher elastisch.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Elastisch bedeutet ein steigender Netto-Umsatz bei Mengenänderungen, während inelastisch einen niedrigeren Netto-Umsatz zur Folge hat.