Grundlagen der Antennentechnik und Signalübertragung

Eingeordnet in Elektronik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,12 KB

Wellen und Signale

  • Frequenz (Frecuencia): Anzahl bestimmter Perioden/Zyklen in einer Sekunde (1 s), gemessen in Hertz (Hz) oder Megahertz (MHz).
  • Wellenlänge: Der Abstand zwischen zwei wirksamen, phasengleichen Punkten einer Welle.
  • Leistung: Entspricht der Leistung bei entsprechenden Spannungen; Signale werden über die verfügbare Leistung bemessen.
  • Impedanz: Elektrischer Widerstand, der dem Stromfluss entgegensteht.
  • Pegel:
    • Mittelwert-Pegel: Die Summe der Werte über einen vollständigen Zyklus.
    • Effektivwert-Pegel: Der Gleichstromwert (DC), der dieselbe Leistung wie das reale Wechselsignal erzeugt.

Topologie der Empfangsanlagen

  • Verteilnetz: Geräte und Leitungen, die das TV-Signal an die verschiedenen Empfangspunkte verteilen.
  • Empfangssystem: Komponenten, die das Signal auffangen und über Koaxialkabel weiterleiten:
    • Antennen: Wandeln elektromagnetische Wellen in elektrische Signale um.
    • Mechanisches Zubehör: Beschläge, Halterungen und mechanische Befestigungen, welche die Antenne fixieren.
    • Rauscharme Verstärker: Nahe an der Empfangsantenne angebrachte Geräte, die das aufgenommene Signal verstärken.
    • Kopfstellenverstärkung: Baugruppen, die das Signal weiter verstärken, verarbeiten und in analoge Signale umwandeln.

Terrestrische Antennen – Komponenten

Terrestrische Antennen wandeln elektromagnetische Wellen in elektrische Signale um und fungieren als Empfänger.

  • Direktoren (Leitelemente): Gestaffelt angeordnete metallische Elemente, welche das Signal bündeln und auf den Dipol leiten.
  • Reflektoren: Schützen den Dipol vor unerwünschten Signalen aus anderen Richtungen.
  • Dipol: Der eigentliche Empfangssensor des Signals.
  • Impedanzanpasser: Befindet sich direkt am Dipol im Inneren der Anschlussbox.

Eigenschaften von Antennen

  • Gewinn: Verhältnis der an die angeschlossene Last abgegebenen Leistung zur an den Antennenklemmen empfangenen Eingangsleistung.
  • Richtwirkung (Direktivität): Fähigkeit einer Antenne, Empfangsleistung aus einer bestimmten Richtung zu bündeln; definiert durch den Öffnungswinkel sowie das Vor-Rück-Verhältnis.
  • Bandbreite: Der Frequenzbereich, in dem die Antenne mit maximalem Wirkungsgrad betrieben werden kann.

Antennentypen

  • DAT-45-Antenne: Verfügt über Direktoren, die die Bandbreite optimieren, bietet einen hohen Gewinn und eine ausgeprägte Richtwirkung.
  • Yagi-Antenne: Besteht aus einem Dipol, einem Reflektor und Direktoren; zeichnet sich durch gute Richtwirkung aus.
  • Panel-Antenne: Zeichnet sich durch ihre flache Bauform aus; besitzt eine geringe Richtwirkung und einen mittleren Gewinn.
  • Elektronische Antenne: Die Empfangselemente sind direkt in eine integrierte Schaltung eingebunden; weist eine geringe Richtwirkung auf.
  • Logarithmische Antenne: Breitbandantenne über das gesamte Frequenzband; bietet geringen Gewinn und moderate Richtwirkung.

Signalstörungen und Problemlösungen

Geisterbilder (Doppelbilder)

  • Ursache: Dejustierung der Antenne sowie Einkopplung von reflektierten Signalen (Signalreflexionen/Rebounds).
  • Lösung: Optimierung der Antennenausrichtung, Einsatz von Antennen mit höherer Richtwirkung, Antennen-Stacking (Zusammenschaltung) oder Antennen mit geschirmter Anschlussbox.

Rauschen (schwaches Signal)

  • Ursache: Zu großer Abstand zum Sender/Umsetzer (Transposer) sowie schwach versorgte Empfangsgebiete.
  • Lösung: Einsatz von Antennen mit höherem Antennengewinn und rauscharmen Vorverstärkern.

Verwandte Einträge: