Grundlagen der antiken Philosophie: Von Nomos bis Aristoteles

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Die Einheit und das Andere in der Philosophie

Man ist etwas, das zu allem gehört, denn alles ist eins. Es ist etwas, es ist sich selbst, und in dieser Hinsicht wird die Einheit nicht von sich selbst bestimmt, sondern die „Einheit“ oder das „Eine“ ist etwas, das durch den Gegensatz zum „Anderen“ bestimmt wird.

Die Sophisten: Relativismus und der Nomos

Sie waren skeptisch und relativistisch auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie und der Ethik. Die Wahrheit wird hier zu einer subjektiven oder kollektiven Angelegenheit. Die „Realität“ ist das, was das menschliche Individuum oder das Kollektiv als solche bestimmt. Es gibt zwar Dinge, die wirklich bestehen, aber diese sind so, wie wir sie denken; daher kann man sie nicht wirklich begründen oder rechtfertigen. Regeln variieren von einer Gemeinschaft zur anderen oder im Laufe der Zeit. Dies ist der Nomos: Das „Vereinbarungsgemäße“ ist künstlich, kontingent und falsch. Was also in einer Gemeinschaft als fair oder nützlich gilt, ist das Resultat der Umstände und Vereinbarungen, zu denen man gelangt. Wenn beschlossen wird, diese Vereinbarungen zu ändern, kann sich die konventionelle Natur des Nomos ändern. Die Behauptung der konventionellen Natur des Nomos wirft Fragen über die Legitimität der Regeln und ihren verbindlichen Charakter auf.

Platons Kosmos und die Seele

Die Ordnung und Harmonie des Kosmos, die durch die Idee des Guten zum Ausdruck gebracht wird, muss sich im Staat und auch in der Seele des Philosophenherrschers widerspiegeln.

Aristoteles: Substanz, Form und die vier Ursachen

Aristoteles forderte eine reale, rationale Untersuchung der fühlenden Wesen – also jener Wesen, die konkret, veränderlich und in Transformation begriffen sind. Er stellte fest, dass das Wesen der einzelnen Wesen nicht „außen“, sondern „innerhalb“ des Seienden selbst strukturiert oder organisiert ist. Es besteht aus dem Material, aus dem sie gefertigt sind, und bestimmt die Veränderungen sowie Aktivitäten, die diese Wesen entwickeln, um ihre volle Entfaltung oder Aktualisierung zu erreichen.

Das Prinzip, das bestimmt, was die Dinge sind, und das wiederum Veränderungen reguliert oder verursacht, nennt man die Form und Substanz; diese ist ewig und universell. Das andere Prinzip natürlicher Wesen ist die Materie (das, woraus sie zusammengesetzt sind). Die Kenntnis natürlicher Wesen erfordert die Berücksichtigung der Differenz zwischen dem Sein in Akt und dem Sein in Potenz:

  • Potenz: Ein Wesen verfügt über etwas noch nicht, kann es aber erreichen; es ist die Möglichkeit von Veränderung oder Transformation.
  • Akt: Das, was ein Wesen aktuell ist, wenn es seine maximale Fülle nach allen Modifikationen entwickelt hat.

Ein weiterer Unterschied zu Platon ist, dass für Aristoteles sensorische Informationen der notwendige Ausgangspunkt für Wissen sind, wobei Gefühle allein nicht ausreichen. Eine geistige Formung ist durch das Konzept des Verstehens notwendig. Dieses Konzept wird durch einen Prozess der Abstraktion gebildet und gibt uns die Ursachen oder Prinzipien an die Hand. Um die Realität bzw. die Wissenschaft der natürlichen Dinge zu erklären, sollten die vier Ursachen berücksichtigt werden:

  1. Formale Ursache: Das Wesen, das etwas ermöglicht.
  2. Materielle Ursache: Das, woraus etwas gemacht ist.
  3. Wirkursache: Das, was die Bewegung erzeugt oder beendet.
  4. Finalursache: Der Zweck, für den etwas existiert.

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