Grundlagen der Argumentationstheorie

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Argumentation

Argumentation ist ein Prozess, bei dem Argumente und Daten gesammelt werden, um eine bestimmte Arbeit zu fördern. Streiten bedeutet vor allem, zu begründen, um bestimmte Schlussfolgerungen zu unterstützen; es ist grundsätzlich eine Tätigkeit der Rechtfertigung. Sie garantiert eine gewisse Qualität von Aussagen, damit diese die rationale Akzeptanz seitens der Zielgruppen genießen, an die sie gerichtet sind.

Zu argumentieren ist ein Vorgang, bei dem ein Vorschaltgerät geboten wird, das eine These gegenüber einem Gesprächspartner oder Publikum stützt. Argumentieren verbindet eine Reihe von Faktoren, um zu einer Schlussfolgerung zu gelangen. Argumente sind Versuche, bestimmte Ansichten mit Gründen zu untermauern. Grundelemente dieser Aktivität sind:

  • Eine Sprache
  • Eine oder mehrere Annahmen als Ausgangspunkt
  • Regeln, die die Schritte von den Voraussetzungen zu den Schlussfolgerungen leiten

Das Argument wird durch ein Netzwerk – eine Web-Argumentation – ausgedrückt, das die Zuverlässigkeit der Schlussfolgerungen garantiert. Es besteht aus einer Folge von Sätzen, die darauf abzielen, die Zustimmung eines Hörers zu gewinnen. Der Zuhörer ist frei, diese anzunehmen oder abzulehnen. Da Argumente auf Thesen basieren, die vom Publikum akzeptiert werden, ist das Argument immer relativ zu einem Auditorium. Ein Argument ist nicht einfach wahr oder falsch, sondern erzeugt mehr oder weniger Unterstützung, je nachdem, wie überzeugend die Argumente sind.

Die Frage, was ein solides Argument ausmacht, ist nicht einfach zu beantworten. Die Fähigkeit, auf mögliche Einwände, Gegenargumente und Widerlegungsversuche zu reagieren, sowie die Relevanz und Eignung in einem bestimmten Kontext garantieren die Robustheit eines Arguments.

Argumentation und aktuelle Entwicklungen

Die große Neuerung der Neuen Rhetorik von Perelman ist das Konzept des universellen Publikums. Ein zentrales Element ist die Unterscheidung zwischen Überredung (Persuasion) und Überzeugung (Überzeugung):

  • Überredung (Persuasion): Ist auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet und berücksichtigt psychologische Eigenschaften. Sie trägt oft Interessen in sich, die nicht immer gerechtfertigt sind (ad hominem).
  • Überzeugung: Nutzt Thesen, die als wahr anerkannt werden, und richtet sich an ein universelles Publikum (ad humanitatis).

Ein weiterer entscheidender Bestandteil ist der Unterschied zwischen Argumentation und Demonstration:

  • Demonstration: Nutzt eine künstliche Sprache (System von Zeichen, Axiomen und Transformationsregeln). Sie folgt logisch-formalen Schritten und führt zu notwendigen, universellen Schlussfolgerungen. Sie beruht auf Beweisen, denen sich jeder vernünftige Mensch beugen muss.
  • Argumentation: Verwendet natürliche Sprache. Sie zielt darauf ab, die Zustimmung der Zuhörer zu wecken oder zu erhöhen. Argumente akzeptieren nicht, dass alle Beweise zwingend sind.

Theorie der Rechtsargumentation

Die Theorie der juristischen Argumentation wird als Methode der rationalen Analyse rechtlicher Vorschriften verstanden. Sie umfasst die dogmatischen Aussagen, die empirischen Räumlichkeiten von Anwälten, die logische Struktur normativer Aussagen und alle relevanten Aspekte zur Rechtfertigung gerichtlicher Entscheidungen.

Für Theoretiker der Rechtsargumentation bedeutet Argumentieren, „Gründe für oder gegen eine bestimmte These anzugeben, um diese zu unterstützen oder zu widerlegen“. Dies ist eine sprachliche Aktivität, die auf die Anwendung von Gewalt oder psychischem Zwang als Mittel zur Streitbeilegung verzichtet.

Theorien der Rechtsargumentation untersuchen den Wert einzelner Reden zur Rechtfertigung einer Entscheidung und suchen eine Erhöhung der Rationalität im Denken und in der praktischen Anwendung des Gesetzes.

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