Grundlagen der Biologie: Gewebe, Zellen und Krankheiten
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Gewebearten des menschlichen Körpers
- Epithelgewebe: Kommt außerhalb des Körpers, in Hohlräumen (Blutgefäße) und Drüsen vor. Die Zellen sind direkt miteinander verbunden, ohne interzelluläre Substanz. Funktion: Schutz und Auskleidung von Oberflächen und Hohlräumen.
- Bindegewebe: Befindet sich um Organe, Sehnen, Bänder, in der Dermis der Haut und im Knochenmark. Es verbindet Organe, Muskeln und Knochen, speichert Energie und bildet rote Blutkörperchen.
- Fettgewebe: Befindet sich unter der Haut und um bestimmte Organe (z. B. Nieren oder Herz). Struktur: Runde Zellen zur Fettspeicherung. Funktion: Energiereserve, Wärmedämmung und Schutz vor Stößen.
- Knorpelgewebe: Kommt in Ohr, Nase, Luftröhre, Gelenken und Bandscheiben vor. Es ist ein hartes, elastisches Gewebe, das Stabilität bietet und die Bewegung in Gelenken erleichtert.
- Knochengewebe: Bildet das Skelett, stützt den Körper, dient als Ansatzpunkt für Muskeln und schützt innere Organe.
- Muskelgewebe: Unterteilt in quergestreifte Skelettmuskulatur (willkürlich), glatte Muskulatur und Herzmuskulatur. Besteht aus Muskelfasern, die sich zusammenziehen und entspannen können.
- Nervengewebe: Befindet sich im Nervensystem. Besteht aus Neuronen, die elektrische Impulse an Muskeln und Drüsen übertragen.
Zellstrukturen und ihre Funktionen
- Plasmamembran: Begrenzt den Zellinhalt und reguliert den Stoffaustausch.
- Zellkern (Nucleus): Enthält die DNA. Bei der Zellteilung verdichtet sich die DNA zu Chromosomen.
- Mitochondrien: Kraftwerke der Zelle; hier findet die Zellatmung statt, bei der Energie aus organischen Stoffen freigesetzt wird.
- Golgi-Apparat: Produziert Stoffe und verpackt diese in Vesikel für den Transport innerhalb oder außerhalb der Zelle.
- Ribosomen: Zuständig für die Proteinsynthese.
- Raues endoplasmatisches Retikulum (ER): Transport und Lagerung von Proteinen.
- Glattes endoplasmatisches Retikulum (ER): Verantwortlich für die Produktion bestimmter Lipide.
Gesundheit und Krankheitserreger
Gesundheit ist der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit.
Wichtige Krankheitserreger
- Bakterien: Mikroskopisch kleine, einzellige Lebewesen ohne Zellkern; das genetische Material liegt im Zytoplasma. Formen: Kokken (kugelförmig), Bazillen (stäbchenförmig), Vibrionen (kommaförmig) und Spirillen (gewickelt).
- Viren: Winzige Erreger, die eine Brücke zwischen lebender und unbelebter Materie bilden. Sie können kristallisieren und lange inaktiv bleiben.
- Protozoen: Einzellige Mikroorganismen, die Krankheiten wie Malaria verursachen und oft durch Tiere oder von Person zu Person übertragen werden.
- Pilze: Einfache Organismen, die häufig in zerfallender organischer Substanz im Boden leben.