Grundlagen der Biologie und Materialwissenschaften: Zellen, Ernährung, Ökologie und Werkstoffeigenschaften
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Grundlagen der Naturwissenschaften
Zelltypen und Organisation
Prokaryotische Zellen
Prokaryoten sind kleiner als Eukaryoten und weisen eine geringere organisatorische Komplexität auf. Ihnen fehlt eine Kernhülle; ihre DNA befindet sich frei im Zytoplasma.
Eukaryotische Zellen
Eukaryotische Zellen sind größer als Prokaryoten und besitzen eine höhere organisatorische Komplexität. Sie verfügen über einen Zellkern mit einer membranumschlossenen Hülle, in dem sich die DNA befindet.
Stoffwechsel und Ernährung
Autotrophe Ernährung
Ein Organismus mit autotropher Ernährung ist in der Lage, organische Verbindungen aus anorganischen Stoffen herzustellen. Es gibt zwei Hauptformen: Photosynthese und Chemosynthese.
Heterotrophe Ernährung
Diese Lebewesen können nicht allein von anorganischen Stoffen überleben und benötigen organische Substanzen, die sie von anderen Lebewesen beziehen. Es gibt verschiedene Arten:
- Holozoische Ernährung: Aufnahme fester organischer Stoffe.
- Saprotrophe Ernährung: Verzehr zersetzender organischer Stoffe.
- Parasitismus: Leben auf Kosten eines Wirts (z. B. Bandwurm).
- Symbiose: Stoffaustausch und gegenseitiger Nutzen.
Photosynthese
Photosynthese: Dieser Stoffwechselprozess ist grundlegend für autotrophe Organismen. Die Sonnenenergie wird in chemische Energie umgewandelt, indem organische Substanzen aus anderen Verbindungen synthetisiert werden. Es gibt zwei Phasen: die Licht- und die Dunkelreaktion.
Zellatmung
Atmung: Eine komplizierte Reihe chemischer Reaktionen, bei denen organische Moleküle in chemische Energie umgewandelt werden, wobei CO2 und Wasser freigesetzt werden. Es gibt zwei Arten: aerobe und anaerobe Atmung.
Ökologische Wechselwirkungen
Verschiedene Formen der Interaktion zwischen Organismen:
- Kommensalismus (Erste Definition): Ein Individuum ernährt sich von Nahrungsresten oder Produkten, die von einem anderen Organismus zurückgelassen werden, ohne diesen zu beeinflussen.
- Inquilismus: Ein Organismus sucht Schutz im Körper eines anderen, ohne diesen zu schädigen.
- Prädation: Ein Individuum tötet und verzehrt einen anderen Organismus ganz oder teilweise.
- Parasitismus: Ein Individuum lebt auf Kosten eines anderen, was diesem schaden kann, möglicherweise schwerwiegend.
- Kommensalismus (Zweite Definition): Zwei Individuen verschiedener Arten stehen in einer Beziehung, von der beide profitieren.
Ökologische Konzepte
Biotop und Biozönose
- Biotop: Ein Gebiet mit einheitlichen Umweltbedingungen, das Lebensraum für eine bestimmte Flora und Fauna bietet.
- Biozönose: Die Gesamtheit aller Organismen verschiedener Arten, die in einem bestimmten Biotop leben und die ökologischen Bedingungen für ihr Überleben vorfinden.
Umweltfaktoren
- Abiotische Faktoren: Dies sind chemisch-physikalische Umweltfaktoren (z. B. Regen, Temperatur).
- Biotiische Faktoren: Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arten.
Technologie und Materialeigenschaften
Mechanische Werkstoffeigenschaften
- Kohäsion: Die innere Festigkeit, mit der Atome eines Körpers zusammenhalten.
- Plastizität: Die Fähigkeit eines Materials, sich unter der Einwirkung einer Last zu verformen, ohne sofort in seine ursprüngliche Form zurückzukehren. Eine Verformung, die dauerhaft und irreversibel ist.
- Formbarkeit (Blech): Die einfache Verformbarkeit zu Blechen. Plastizität ist eine Variante bei der Anwendung von Last oder Kraft.
- Duktilität (Faden): Die einfache Verformbarkeit zu Fäden.
- Härte: Der Widerstand eines Körpers gegen das Zerkratzen durch einen anderen. Das Gegenteil von hart ist weich. Diamant ist hart, weil er schwer zu zerkratzen ist. Es ist die Fähigkeit, einer Verformung durch eine härtere Oberfläche zu widerstehen.
- Widerstandsfähigkeit (Festigkeit): Bezieht sich auf die Eigenschaft, äußeren Kräften standzuhalten. Es ist der Widerstand gegen Form- und Trennungsänderungen, d. h. gegen Zerstörung durch Belastungen oder Kräfte.
- Duktilität (Draht): Bezieht sich auf die Eigenschaft des Materials, sich zu verformen und Fäden zu bilden, ohne zu brechen.
- Formbarkeit (Blech): Bezieht sich auf die Eigenschaft des Materials, sich zu verformen und Bleche zu bilden, ohne zu brechen.
- Elastizität: Bezieht sich auf die Eigenschaft des Materials, nach Wegnahme einer einwirkenden Kraft in seinen ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Die Verformung vor der Krafteinwirkung ist nicht dauerhaft; das Material kehrt nach Entlastung in seine ursprüngliche Form zurück.
Wichtige Metalle und Legierungen
- Eisen: Es hat eine geringe Dichte, ist wenig spröde und brüchig, wird aber in Kombination mit Kohlenstoff stark. Es lässt sich gut in jede Form bringen und ist ein sehr hartes Material. Eisen wird meist als Stahl oder Gusseisen verwendet.
- Gusseisen (Geschmolzene Legierung): Eine Legierung, die durch inniges Vermischen von Eisen mit Kohlenstoff entsteht. Dieses Material besitzt ganz andere Eigenschaften als Stahl, wobei Starrheit und Sprödigkeit hervorstechen.
- Stahl: Er entsteht durch die Umwandlung von sprödem und wenig nutzbarem Eisen in ein weit verbreitetes und vielseitiges Metall.
- Aluminium: Graue Farbe, geringe Dichte und hohe Korrosionsbeständigkeit. Es ist ein guter Leiter für Strom und Wärme und ist weich und leicht zu bearbeiten.
Belastungsarten
- Zug (Drive): Die Beanspruchung, die entsteht, wenn zwei Kräfte in entgegengesetzte Richtungen auf einen Körper wirken und diesen zu strecken versuchen.
- Torsion (Drehmoment): Die Beanspruchung, die durch Verdrehen oder Umschlagen eines Materials entsteht.
- Biegung (FLEX): Die Beanspruchung, die ein Material erfährt, wenn eine Kraft in der Mitte zwischen zwei Druckkräften (Verkürzung und Stauchung) aufgebracht wird, wodurch es sich biegt.
- Schub (Scherung): Die Beanspruchung, die im Material durch zwei Kräfte in entgegengesetzte, aber leicht versetzte Richtungen erzeugt wird. Es ist ein Schnitt oder eine Scherkraft im Material.
- Druck (Kompression): Die Beanspruchung, die entsteht, wenn zwei Kräfte in gleicher Richtung und entgegengesetztem Angriffspunkt wirken, was zu einer Verkürzung der Länge, einer Ausbuchtung in der Mitte und einer Verringerung des ursprünglichen Volumens führt.