Grundlagen der Biopsychosozialen Gesundheit
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1. Was ist das biopsychosoziale Modell?
Die Person ist ein vielschichtiges, umfassendes Wesen, bestehend aus einer physischen Struktur (biologische Dimension), einer Reihe von psychischen Funktionen, Verhalten und Emotionen (psychologische Dimension) sowie der Einbettung in verschiedene soziale Bereiche wie Familie, Freunde und Arbeit (soziale Dimension). Diese drei unteilbaren Dimensionen bilden zusammen die biopsychosoziale Einheit des Menschen.
2. Psychosoziale Betreuung und Intervention
Was sind die Ziele der psychosozialen Betreuung? Es geht um die professionelle Unterstützung zur Befriedigung psychosozialer Bedürfnisse durch psychosoziale Betreuung und pädagogische Intervention.
Unterschiede in der Intervention
- Psychosoziale Versorgung: Professionelle Leistungen, die den individuellen Nutzer bei seinen sozialen und psychologischen Bedürfnissen unterstützen.
- Pädagogische Intervention: Durch Informationskampagnen und Bildungsangebote lernt der Nutzer, seine eigenen Bedürfnisse gemäß seinen Fähigkeiten zu erfüllen.
3. Psychologische Grundlagen
Was ist Psychologie?
Die Untersuchung des Verhaltens und der mentalen Prozesse des Menschen – also was die Person fühlt oder denkt.
Definitionen
- Verhalten: Was Menschen tun.
- Mentale Prozesse: Was Menschen denken.
- Emotionen und Gefühle: Was Menschen fühlen.
- Persönlichkeit: Die Art und Weise des Seins.
- Problem: Die spezifische Art, auf eine Situation zu reagieren.
4. Reize und Verhalten
- Äußere Reize: Veränderungen in der Umwelt, die eine Reaktion auslösen.
- Innere Reize: Körperliche Anomalien, die zu bestimmten Aktionen führen.
- Physiologische Reize: Körperliche Funktionen.
- Psychologische Reize: Psychische Komponenten, die auf die Person einwirken.
Komponenten des Verhaltens
- Physiologische Komponente: Die interne Reaktion des Organismus.
- Kognitive Komponente: Der Gedanke, der durch einen Reiz oder eine Situation ausgelöst wird.
5. Klassifizierung von Verhalten
- Angemessenes Verhalten: Folgen sind vorteilhaft für sich selbst und andere.
- Stereotypes Verhalten: Wiederholende, mechanische oder unbewusste Reaktionen.
- Erlerntes Verhalten: Bewusst durch Lernen erworben.
- Komplexes Verhalten: Antworten, die auf Begründungsfähigkeit und täglichen Entscheidungen basieren.
Manifestation von Verhalten
- Aggressives Verhalten: Gewalt (verbal, physisch oder psychisch).
- Passives Verhalten: Unterordnung und Vorrang der Interessen anderer.
- Assertives Verhalten: Respekt vor sich selbst und anderen; Ausdruck der eigenen Meinung ohne Scham.
6. Kognitive Funktionen
- Wahrnehmung: Aufnahme, Interpretation und Verarbeitung von Informationen über die Sinne.
- Aufmerksamkeit: Kapazität, sich auf bestimmte Wahrnehmungen zu fokussieren.
- Gedächtnis: Fähigkeit, Informationen zu kodieren, zu speichern und abzurufen.
Gedächtnisarten
- Sensorisches Gedächtnis: Sofortige, kurzzeitige Aufnahme.
- Kurzzeitgedächtnis: Begrenzte Kapazität für einige Sekunden.
- Langzeitgedächtnis: Informationsspeicher für Stunden, Tage oder Jahre.
7. Denken, Sprache und Emotionen
- Raum-Zeit-Orientierung: Fähigkeit, sich in Bezug auf Ort und Zeit zu verorten.
- Denken: Komplexe Funktion zur Verarbeitung von Konzepten und Schlussfolgerungen.
- Sprache: Symbolischer Code aus mündlichen und schriftlichen Zeichen.
- Emotionale Intelligenz: Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle zu erkennen und zu steuern.
8. Persönlichkeit und Selbstwert
- Temperament: Hereditäres, lebenslanges Element der Persönlichkeit.
- Charakter: Erworbenes und veränderbares Element durch Gewohnheiten.
- Selbstwertgefühl: Der Wert, den wir unserem Selbstbild beimessen.
9. Abwehrmechanismen und Störungen
- Dissonanz: Widerspruch zwischen Realität und Wunschvorstellung.
- Abwehrmechanismen: Automatische Prozesse zum Schutz vor Angst (z. B. Humor, Altruismus, Projektion, Rationalisierung).
- Persönlichkeitsstörungen: Starre und unangepasste Denkmuster (z. B. Paranoid, Schizoid, Narzisstisch).