Grundlagen der Biotechnologie und Mikrobiologie

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Biotechnologie

  • Wissenschaftszweig, der sich seit der Entdeckung der DNA und der Gensequenz entwickelt hat.
  • Ermöglicht Verfahren zur Veränderung der genetischen Konstitution eines Organismus.
  • Nutzung in industriellen Verfahren zur Steigerung von Effizienz und Produktivität zum Wohle des Menschen.
  • Erzeugung transgener Organismen, wobei die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt noch erforscht werden.

Transgene Organismen

  • Lebewesen mit veränderter genetischer Zusammensetzung.
  • Entwickelt zur Steigerung der Produktivität sowie zur Resistenz gegen Krankheitserreger (Viren, Bakterien) und klimatische Faktoren (Dürre, Temperaturschwankungen).
  • Einsatz von Restriktionsenzymen bakteriellen Ursprungs, um kurze DNA-Sequenzen zu erkennen, zu vervielfältigen und in den Zielorganismus zu übertragen.
  • Ergebnis der rekombinanten DNA-Technologie.
  • Langzeitfolgen für die biologische Vielfalt und den Menschen sind derzeit noch nicht vollständig bekannt.

Methoden zur Gewinnung transgener Organismen

  • Beschuss: Partikelbeschuss, bei dem DNA-beladene Mikropartikel in die Zelle geschossen werden.
  • Injektion: Direkte Injektion von DNA in die Zelle mittels Nadeln.
  • Diffusion: Einschleusen von Genen durch die Zellmembran bis zum Kern.
  • Viren: Nutzung von Viren (Makromoleküle mit DNA oder RNA), die als obligate Parasiten ihre DNA in die Zelle injizieren.

Abwehrsystem

  • Natürliche Immunität: Angeborene Fähigkeit, pathogenen Organismen zu widerstehen, verstärkt durch das Kolostrum der Mutter.
  • Erworbene Immunität: Künstliche Verstärkung des Immunsystems, etwa durch Impfungen.
  • Impfung: Einbringen abgeschwächter Erreger, um die Bildung von Antikörpern (Antitoxinen) anzuregen.
  • Passive Immunität: Der Wirt erhält bereits fertige Antikörper.

Klassifikation der Krankheiten nach der WHO

  • Infektionskrankheiten: Übertragung durch Erreger (z. B. AIDS, Grippe). Stadien: Inkubation, Entwicklung, Rekonvaleszenz.
  • Geschlechtskrankheiten (ETS): Übertragung durch engen Kontakt (z. B. Gonorrhoe, Herpes).
  • Hereditäre Krankheiten: Genetisch bedingt (z. B. Down-Syndrom).
  • Psychische Erkrankungen: Genetisch oder traumatisch bedingt (z. B. Alzheimer, Epilepsie).
  • Stoffwechselkrankheiten: Chemische Funktionsstörungen (z. B. Diabetes).
  • Traumatische Schäden: Durch äußere Einwirkung (z. B. Brüche).
  • Degenerative Krankheiten: Gewebeveränderungen (z. B. Krebs, Parkinson).
  • Soziale Krankheiten: Durch externe Faktoren wie Suchtmittel.
  • Ernährungsbedingte Krankheiten: Essstörungen (z. B. Adipositas).
  • Parasitäre Krankheiten: Befall durch Parasiten (z. B. Würmer).

Bakterien

  • Primitivste Organismen (Prokaryoten), bestehend aus einer Zelle ohne Zellkern und Organellen.
  • Nicht alle sind pathogen; viele sind nützlich für das Ökosystem.

Struktur

  • Kapsel: Zelladhäsion.
  • Zellwand: Formgebung.
  • Geißel: Mobilität.
  • Pili/Fimbrien: Konjugation und Anheftung.
  • Chromosom: Genetische Information.
  • Ribosomen: Proteinsynthese.
  • Plasmid: Stoffwechselunterstützung.

Bakterienwachstum

  1. Anpassungsphase: Stoffwechsel stellt sich auf die Umwelt ein.
  2. Exponentielle Phase: Maximales Wachstum.
  3. Stationäre Phase: Nährstoffmangel, Akkumulation von Metaboliten.
  4. Absterbephase: Rückgang der Bakterienzahl.

Bakterielle Klassifizierung

  • Form: Kokken (kugelförmig), Bazillen (stäbchenförmig), Spirillen (spiralig).
  • Gram-Färbung: Gram-positiv (hohe Affinität durch Peptidoglycan) vs. Gram-negativ.
  • Stoffwechsel: Heterotroph (Parasiten) oder Autotroph (Chemosynthese/Photosynthese).

Nutzen und Risiken

  • Stärken: Darmflora, Lebensmittelherstellung, Zersetzung organischer Stoffe, Stickstofffixierung.
  • Schwächen: Krankheitserreger, Lebensmittelverderb, Geruchsbildung, Umweltverschmutzung.

Antibiotische Wirkung

  • Hemmung von Zellwandaufbau, Proteinsynthese oder DNA-Replikation.
  • Bakterizide Wirkung führt zum Absterben der Bakterien.

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