Grundlagen der Botanik, Genetik und Evolution
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Fortpflanzungsorgane der Pflanze
Androeceum
Das Androeceum ist der männliche Teil der Blüte. Er besteht aus Staubgefäßen, die sich in ein Filament und eine Anthere (Staubbeutel) gliedern. Im Inneren befinden sich Pollensäcke, in denen die Pollenkörner (männliche Gameten) gebildet werden.
Gynoeceum
Das Gynoeceum ist der weibliche Teil der Pflanze. Er besteht aus Fruchtblättern, die zu einem Stempel verwachsen sind. Dieser gliedert sich in:
- Fruchtknoten: Enthält die Samenanlagen (Eizellen).
- Griffel: Der mittlere Teil.
- Narbe: Der obere Teil zur Aufnahme der Pollen.
Bestäubungsarten
- Selbstbestäubung: Pollenübertragung innerhalb derselben Blüte oder zwischen Blüten derselben Pflanze.
- Fremdbestäubung: Pollenübertragung zwischen Blüten verschiedener Pflanzen derselben Art.
Transportmechanismen
- Anemogamie: Pollenübertragung durch den Wind.
- Entomogamie: Pollenübertragung durch Tiere. Diese Form ist meist sicherer und effektiver als die Windbestäubung.
Pflanzentypen nach Keimblättern
- Monokotyle Pflanzen: Der Embryo besitzt ein einziges Keimblatt (z. B. Weizen, Gerste, Mais).
- Dikotyle Pflanzen: Der Embryo besitzt zwei Keimblätter.
Lebenszyklen
- Diplont: Der erwachsene Organismus ist diploid, nur die Gameten sind haploid (z. B. Tiere).
- Haplont: Der erwachsene Organismus ist haploid, nur die Zygote ist diploid (z. B. Pilze).
- Diplohaplont: Wechsel zwischen haploiden und diploiden Phasen (z. B. Pflanzen).
Biologische Konzepte
Artbegriff
- Typologisches Konzept: Organismen werden aufgrund ihrer Ähnlichkeit in Gruppen eingeteilt.
- Biologisches Konzept: Arten sind Gruppen natürlicher Populationen, die sich untereinander fortpflanzen können und reproduktiv von anderen Gruppen isoliert sind.
Genetik
Ein Gen ist eine Abfolge von Nukleotiden, die Erbinformationen trägt und bestimmte Merkmale eines Organismus bestimmt.
Genetische Variation
- Mutationen: Plötzliche Änderungen im Erbgut. Sie können spontan auftreten oder durch äußere Einflüsse (ionisierende Strahlung, Chemikalien) induziert werden.
- Sexuelle Fortpflanzung: Erhöht die Variation durch Rekombination (Crossing-over in der Meiose) und die zufällige Befruchtung.
Ökologie
- Ökosystem: Gemeinschaft von Organismen und ihrer physischen Umwelt als funktionelle Einheit.
- Lebensraum: Der Ort, an dem ein Organismus oder eine Art lebt.
Evolutionstheorie
Lamarckismus
Die Theorie der erworbenen Eigenschaften besagt, dass sich Organismen im Laufe der Zeit anpassen und diese erworbenen Merkmale an Nachkommen weitergeben („Gebrauch stärkt das Organ“).
Kritik: Es gibt keine Beweise für eine gerichtete Dynamik. Während der Lebenszeit erworbene Merkmale werden nicht vererbt, da sie nicht in die Keimbahn gelangen.