Grundlagen der Chemie: Elemente, Kräfte und Reaktionen
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Klassifizierung und Eigenschaften chemischer Elemente
Die erste Klassifizierung der chemischen Elemente und ihrer chemisch-physikalischen Eigenschaften erfolgte anhand der Verteilung in zwei große Gruppen: Metalle und Nichtmetalle.
- Die erste systematische Einstufung wurde von Döbereiner vorgenommen. Er untersuchte Elemente wie Barium und Strontium und erkannte Zusammenhänge zwischen der Atommasse und den chemischen Eigenschaften. Er ordnete so etwa 40 Elemente nacheinander nach ihrer Masse an.
- Newlands klassifizierte die Elemente ebenfalls nach ihrer Atommasse, aufsteigend vom niedrigsten Wert, und formulierte das Gesetz der Oktaven.
- Dmitri Mendelejew ordnete die Elemente nach ihrer atomaren Masse an. Als Ergebnis dieser Arbeit wurde im Jahr 1869 das Gesetz des Periodensystems der Elemente aufgestellt.
Zwischenmolekulare Kräfte
Hierbei handelt es sich um Wechselwirkungen, die von schwachen bis zu starken Bindungen variieren:
- Dispersionskräfte: Diese wirken zwischen apolaren Molekülen, deren Elektronenverteilung symmetrisch ist.
- Dipol-induzierte Dipol-Kräfte: Kräfte, die zwischen polaren und apolaren Molekülen auftreten.
- Dipol-Dipol-Kräfte: Anziehungskräfte zwischen der positiven und der negativen Seite polarisierter, polarer Moleküle.
- Wasserstoffbrückenbindungen (H-Brücken): Diese entstehen zwischen polaren Molekülen mit hoher Elektronegativität (z. B. zwischen H-Atomen und anderen Atomen des Moleküls).
Chemische Reaktionen
Bei chemischen Reaktionen entstehen aus chemischen Elementen neue, reine Stoffe. Damit Stoffe miteinander reagieren können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Die reaktiven Teilchen müssen aktiviert sein.
- Zusammenstöße müssen wirksam sein (passende Energie und Orientierung).
Stöchiometrische Berechnungen
Bei stöchiometrischen Schritten muss Folgendes berücksichtigt werden:
- Die Formulierung der Reaktanten (Edukte) und der erzeugten Produkte.
- Die Anpassung der Gleichung durch stöchiometrische Koeffizienten.
- In einer chemischen Reaktion sind die Massen aller Stoffe direkt proportional zur Anzahl der Mole.
Wichtige Formeln:
n = m / M, pV = nRT (Gasphase), c = n / V (bei Lösungen)
Elemente in der Gasphase: H2, N2, O2, F2, Cl2, Br2, I2
Chemische Bindungen
Atome, Moleküle oder Ionen erzeugen durch eine Reihe von Interaktionen stabile Verbindungen. Um ein stabileres Energieniveau zu erreichen, streben die Teilchen danach, eine Edelgaskonfiguration (Oktettregel mit 8 Valenzelektronen) zu erreichen. Wenn ein Element mit einem anderen Atom eine Bindung eingeht, werden Elektronen aufgenommen, abgegeben oder gemeinsam genutzt.