Grundlagen der Chemischen Bindung: Ein Leitfaden

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Chemische Bindung

Eine chemische Bindung entsteht, wenn zwei oder mehr Atome nah genug beieinander liegen, sodass eine Anziehungskraft zwischen den Elektronen des einen Atoms und dem Kern des anderen Atoms entsteht. Ist diese Kraft groß genug, um die Atome zusammenzuhalten, spricht man von einer chemischen Bindung.

Elektronegativität und Bindungspolarität

Die Elektronegativität beschreibt die Fähigkeit eines Atoms, in einer kovalenten Bindung die gemeinsamen Elektronenpaare an sich zu ziehen.

Zusammenhang von Elektronegativität und Polarität

Je größer der Unterschied in der Elektronegativität zwischen den Bindungspartnern ist, desto polarer ist die Bindung.

Oktettregel

Die 1916 von Gilbert Newton Lewis formulierte Oktettregel besagt, dass Atome dazu tendieren, eine Elektronenkonfiguration zu erreichen, die der eines Edelgases entspricht. Diese Edelgase stehen am rechten Rand des Periodensystems und sind aufgrund ihrer stabilen Konfiguration reaktionsträge. Viele Elemente streben diesen Zustand an, was durch die Lewis-Struktur veranschaulicht werden kann.

Lewis-Struktur

Die Lewis-Struktur (auch Lewis-Formel oder Elektronenschreibweise genannt) ist eine grafische Darstellung, die die Bindungen zwischen den Atomen in einem Molekül sowie die freien Elektronenpaare zeigt. Sie kann sowohl für Moleküle mit kovalenten Bindungen als auch für Koordinationsverbindungen verwendet werden.

Metallische Bindung

In einem Metall sind die Bindungselektronen in einer Struktur aus Atomrümpfen delokalisiert.

Wasserstoffbrückenbindung

Hierbei handelt es sich um die Anziehungskraft zwischen einem elektronegativen Atom und einem Wasserstoffatom, das kovalent an ein anderes elektronegatives Atom gebunden ist.

Van-der-Waals-Kräfte

Dies sind anziehende oder abstoßende Kräfte zwischen Molekülen oder Teilen eines Moleküls, die nicht auf kovalenten Bindungen oder elektrostatischen Wechselwirkungen von Ionen beruhen.

London-Kräfte

Diese Kräfte resultieren aus der Anziehung zwischen kurzzeitig induzierten Dipolen in benachbarten Molekülen.

Arten der chemischen Bindung

  • Ionische Bindung: Besteht aus der elektrostatischen Anziehung zwischen elektrisch entgegengesetzt geladenen Ionen.
  • Kovalente Bindung: Diese Kräfte halten Nichtmetall-Atome in einem Molekül zusammen.

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