Grundlagen der Demografie und Bevölkerungslehre

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Definition und Grundlagen

In der Soziologie und Biologie ist eine Population eine Gruppe von Menschen oder Lebewesen einer Spezies, die in einem bestimmten geografischen Raum lebt. Die Anzahl der Menschen wird in der Regel durch eine Volkszählung ermittelt. Die Demografie ist die statistische Untersuchung der Bevölkerung. Verschiedene Aspekte des menschlichen Verhaltens in Populationen werden in der Soziologie, den Wirtschaftswissenschaften und der Geografie (insbesondere der Bevölkerungsgeografie) studiert. Die Untersuchung von Populationen unterliegt meist den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit, wobei die Ergebnisse nicht immer auf alle Einzelpersonen, Gruppen oder Länder übertragbar sind.

Theorien zum Bevölkerungswachstum

Es gibt verschiedene Theorien, die Muster des Bevölkerungswachstums weltweit erklären. Nach Sidney H. Coontz lassen sich diese in drei Gruppen einteilen:

1. Biologische Theorien

Diese Theorien betrachten den Menschen wie jedes andere Lebewesen. Sie gehen davon aus, dass für das Wachstum der menschlichen Spezies dieselben Gesetze gelten wie für Tiere und Pflanzen. Ein Beispiel ist die These, dass die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln mit dem Bevölkerungswachstum korreliert. Hierzu zählen unter anderem die Ansätze von Malthus und Josué de Castro. Malthus stellte fest, dass die Bevölkerung geometrisch wächst, während die Nahrungsmittelproduktion nur arithmetisch zunimmt.

2. Wirtschaftstheorien

Basierend auf den Theorien von Marx und Lenin wird angenommen, dass das Bevölkerungswachstum ein Ergebnis der Nachfrage nach Arbeit ist. Viele dieser ökonomischen Theorien sind aufgrund des technologischen Fortschritts, der den Bedarf an Arbeitskräften reduziert, heute nur noch bedingt gültig.

Bevölkerungspyramiden

Die Altersstruktur einer Bevölkerung wird meist durch eine Bevölkerungspyramide dargestellt:

  • Expansive Pyramide: Breite Basis und schmales oberes Ende. Typisch für Entwicklungsländer mit hohen Geburten- und Sterberaten sowie einem hohen Anteil an jungen Menschen.
  • Stationäre Pyramide: Schmalere Basis. Typisch für alternde Gesellschaften, die von Jugendlichen und Erwachsenen dominiert werden.
  • Regressive Pyramide: Schmale Basis, breitere Mitte und Spitze. Typisch für entwickelte Länder mit niedrigen Geburtenraten und höherer Lebenserwartung.

Bevölkerungsdichte und Erwerbstätigkeit

Die Bevölkerungsdichte berechnet sich aus der Gesamtzahl der Einwohner geteilt durch die Fläche (Einwohner pro km²). Länder mit sehr hoher Dichte sind oft Kleinstaaten wie Monaco, Singapur oder der Vatikan.

Erwerbsbevölkerung

Die erwerbsfähige Bevölkerung (EAP) umfasst Personen, die in der Lage sind zu arbeiten. Die nicht erwerbstätige Bevölkerung besteht meist aus Menschen außerhalb des erwerbsfähigen Alters (unter 15 oder über 65 Jahre). Der Trend geht jedoch zu einem früheren Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, bedingt durch technologische Entwicklungen und staatliche Rentenregelungen.

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