Grundlagen des Designs: Definitionen, Geschichte und Bereiche
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Definitionen des Designs
Tomas Maldonado
Industriedesign ist die Aktivität, die aus Projekten besteht, welche die formalen Eigenschaften von Objekten bestimmen, die industriell in Serie reproduziert werden können. Formale Merkmale sind nicht nur äußerlich, sondern auch funktionelle und strukturelle Beziehungen, die ein Objekt als kohärente Einheit sowohl aus Sicht der Hersteller als auch der Anwender definieren.
N. Chaves
Design ist die Disziplin, die für die Bereitstellung eines expliziten symbolischen Wertes bei der industriellen Produktentwicklung zuständig ist; es ist somit die Kultur der Industrie. Mit Design wird die technologische Grundlage eines Vorschlags um eine symbolische Bedeutung erweitert.
Isabel Felder
Design sind symbolische Vorschläge, die auf funktionalen und technischen Daten basieren:
- Elaborierung: Das Anlegen symbolischer Formen mit ästhetischem Inhalt; die Arbeit des Designers liegt im Bereich der Kreation.
- Funktionalität: Designer arbeiten nicht im Vakuum, sondern berücksichtigen die Funktion oder den praktischen Gebrauch, für den das Design und die Technologie eingesetzt werden.
Formale Eigenschaften
- Funktionale und ästhetische Praktiken
- Formale Aspekte
- Technologische Aspekte
- Wirtschaftliche Aspekte
Handwerk vs. Industrie
Handwerker: Erstellen das Stück selbst, besitzen eine große Beherrschung der Technik und sind oft für den Verkauf ihrer Stücke verantwortlich. Ihre Arbeiten sind einzigartig und nicht reproduzierbar. Im 17. Jahrhundert erreichten europäische Möbel-, Textil- und Porzellanproduktionen ein sehr hohes Niveau.
Akteure im Designprozess
Gear: Projekte (Unternehmer/Editor), Produktkonfiguration (Designer), menschliche Mechanik (Anwender), Händler (Einzelhändler).
Die Entwurfskapazität nach Norman Potter ist das Ergebnis der Integration von spezifischem Wissen über die Umwelt, Vorstellungskraft und konsolidierten Erfahrungen.
Arten von Design-Profis
- 1. Raumdesign:
- 1.1 Interior Design (Wohn- oder Gewerberäume wie Bars/Restaurants)
- 1.2 Messestand- und Ausstellungsdesign
- 1.3 Szenografie und Schaufenstergestaltung
- 2. Industriedesign: Möbel, Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Fahrzeuge, Glas, Schmuck.
- 3. Grafik- und Bilddesign: Gestaltung von Informationen und Kommunikation durch Texte, Fotos und Illustrationen.
- 3.1 Editorial Design (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften)
- 3.2 Werbung (Plakate, Schilder, TV-Spots)
- 4. Textil- und Modedesign: Projektierung und Bau von Geweben, Kleidung und Kostümdesign (Styling).
Geschichte des Designs
Gutenberg und die Typografie
Die Entdeckung der Typografie und des Buchdrucks Mitte des 15. Jahrhunderts revolutionierte die Wissensvermittlung. Techniken der Bildwiedergabe (Kupferstich, Holzschnitt, Lithografie) entwickelten sich parallel zur Wissenschaft der Typografie. In Italien entwickelte sich der rationalistische Humanismus, der strenge Kanonen für Proportionen in Druck und Typografie festlegte.
Die Industrielle Revolution
Ende des 18. Jahrhunderts in England ermöglichten Dampfmaschinen und automatische Webstühle eine neue Ära. 1800 erfand Henry Maudslay eine automatische Drehmaschine für präzise Maschinenteile. Im 19. Jahrhundert ermöglichten neue Stahlqualitäten und Maschinen (z. B. die Lithografie von Alois Senefelder) eine effizientere Produktion.
Le Corbusiers Lehre
- Ästhetik: Absolute Austerität durch das Fehlen von Ornamenten und die Verwendung einfacher Formen und gerader Linien.
- Produktion: Nutzung neuer Werkstoffe und industrieller Prozesse für die Serienfertigung.
- Soziales: Hygienischer, moderner und funktionaler Wohnraum für die gesamte Gesellschaft.
Das Bauhaus (1919–1933)
Geleitet von Walter Gropius, Hannes Meyer und Mies van der Rohe.
Offene Bereiche
- Funktionsbereich: Wissenschaftliche Methoden zur korrekten Nutzung und Bedienung von Produkten.
- Kulturelle Proportionen: Analytische Instrumente für Designer zur kritischen Reflexion.
- Geschäftliche Angelegenheiten: Projekte aus industrieller und technologischer Sicht.
- Besetzung: Materialien zur Kommunikation nutzen.
- Synthese: Autonome Entwicklung von Projekten durch das Gelernte.