Grundlagen und Eigenschaften von Beton

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Beton

Beton ist ein Material, das aus Zement, Wasser und Zuschlagstoffen besteht. Oft werden Zusatzstoffe hinzugefügt, um die Eigenschaften zu verbessern. Es zeichnet sich durch eine gute Druckfestigkeit, aber eine geringe Zugfestigkeit aus. Die Zuschlagstoffe machen etwa 80 % des Volumens aus und verleihen dem Beton Festigkeit, Langlebigkeit und Abriebfestigkeit. Der frische Beton muss eine ausreichende Plastizität aufweisen, um leicht formbar zu sein.

Kohärenz

Die Konsistenz des Betons wird mittels des Abrams-Kegels (Setzmaß) gemessen. Je nach Setzmaß unterscheidet man: trocken (0–2 cm), plastisch (2–5 cm), weich (5–9 cm), fließfähig (10–15 cm) und flüssig (> 16 cm).

Fügsamkeit

Die Fügsamkeit beschreibt die Eigenschaft von frischem Beton, sich mit minimalem Verlust an Homogenität verarbeiten und verdichten zu lassen.

Homogenität

Sie bezeichnet die gleichmäßige Mischung der Betonbestandteile. Diese kann durch Entmischung oder Exsudation (Bluten) verloren gehen.

Zusatzstoffe

Zusatzstoffe werden während des Mischvorgangs hinzugefügt, um das Verhalten von frischem oder erhärtetem Beton zu verbessern. Typen:

  • Luftporenbildner: Erzeugen Blasen im Beton zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit und Erhöhung des Frost-Tausalz-Widerstands. Bei zu hoher Dosierung kann die Festigkeit sinken.
  • Fließmittel/Wasserreduzierer: Verbessern die Verarbeitbarkeit bei gleichem Wassergehalt, erhöhen die mechanische Festigkeit und verringern die Durchlässigkeit.
  • Verzögerer: Verlangsamen die Abbindezeit und erhöhen die langfristige Festigkeit.
  • Beschleuniger: Verkürzen die Abbindezeit und erhöhen die Anfangsfestigkeit.
  • Dichtungsmittel: Erhöhen die Dichtigkeit des Betons.

Dosierung

Die Dosierung beschreibt das Mischverhältnis der Komponenten. Gängige Methoden sind u. a. nach Fuller, Bolomey, Faury oder De la Pena.

Produktion, Transport und Einbau

Die Herstellung umfasst das Mischen der Komponenten, bis der Zement die Zuschlagstoffe vollständig umhüllt. Der Transport erfolgt diskontinuierlich oder kontinuierlich. Der Einbau kann durch Gießen, Pumpen oder Injektion erfolgen.

Konsolidierung und Verdichtung

Ziel ist die Beseitigung von Hohlräumen. Methoden sind:

  • Stochern: Verdichten mit einer Stange.
  • Vibrieren: Einsatz von Rüttelflaschen zur Entlüftung.
  • Vibrowalzen: Einsatz bei großen Flächen.

Nachbehandlung (Curing)

Die Nachbehandlung verhindert den vorzeitigen Wasserverlust und kontrolliert die Temperatur, um eine optimale Hydratation zu gewährleisten. Sie erfolgt, bis der Beton etwa 70 % seiner Festigkeit erreicht hat.

Eigenschaften von Festbeton

Die physikalischen Eigenschaften hängen von den Ausgangsstoffen und den Umgebungsbedingungen ab:

  • Dichte: Höhere Dichte bedeutet meist höhere Haltbarkeit und Festigkeit.
  • Wasserdichtigkeit: Abhängig vom Porenanteil; bestimmt den Widerstand gegen aggressive Substanzen.
  • Druckfestigkeit: Hohe Belastbarkeit bei Druckbeanspruchung.
  • Zugfestigkeit: Liegt meist bei etwa 10 % der Druckfestigkeit.

Haltbarkeit

Haltbarkeit ist die Widerstandsfähigkeit gegen physikalische, chemische und biologische Einflüsse. Eine gute Mischung, fachgerechte Verdichtung und sorgfältige Nachbehandlung sind essenziell, um Schäden durch Frost, Korrosion oder chemische Angriffe zu vermeiden.

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