Grundlagen der Ethik und menschliche Pflichten
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Humanpflicht
Sehr häufig werden Manifestationen aller Formen und Rechte eingefordert, doch dabei handelt es sich um anspruchsvolle Aufgaben. Es ist leicht, Rechte zu fordern, aber es mangelt oft an der Bereitschaft, zeitnah seine Hausaufgaben zu erfüllen. Das Gesetz ist oft etwas anderes, als man zu geben bereit ist. Die Pflicht ist etwas, das wir durchsetzen müssen. Eine der schlimmsten Verhaltensweisen ist Selbstsucht: Rechte für sich zu beanspruchen, ohne bereit zu sein, die Pflichten zu erfüllen. Ein hohes Maß an Pflichterfüllung ist das beste Zeichen für eine ethische Haltung. Gerechtigkeit wurde definiert als der feste Wille, jedem das Seine zu geben.
Persönliche Ethik und Sozialethik
Da der Mensch sowohl ein Individuum als auch ein soziales Wesen ist, wirkt sich eine positive Entwicklung der Person auch positiv auf die gesamte Gesellschaft aus. Eine Person, die sich durch Freundlichkeit auszeichnet, ist ein Akteur der Ethik und sozialen Effizienz in allen gesellschaftlichen Bereichen, in denen sie sich bewegt.
Das Gemeinwohl
Zwischen dem Wohl des Einzelnen und dem Gemeinwohl besteht eine Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit. Das Gute, das eine Person leistet, hat Auswirkungen auf das Gemeinwohl, und das Gemeinwohl wirkt sich wiederum auf das Wohlbefinden des Einzelnen aus.
Was ist Ethik?
Ethik ist die Lehre vom sittlichen Handeln, das heißt vom menschlichen Handeln in Bezug auf das eigene Gute und das Versagen gegenüber dem Bösen. Ethik bestimmt, was für den Menschen gut ist und was gegen den Wert an sich verstößt. Es gibt keine Ethik, ohne zu definieren, was gut und was schlecht ist. Ebenso gibt es keine Ethik ohne Freiheit.
Wichtige ethische Lehren
Antike
Neben der Position der Sophisten gab es drei verschiedene Lehren:
- Aristoteles: Ein gutes Leben und Glück werden durch Tugend erreicht.
- Stoizismus: Das Wohl der Menschheit liegt darin, im Einklang mit der Natur zu leben und Komplikationen zu vermeiden, die Sorgen bereiten. Der Kaiser Marcus Aurelius ist einer der wichtigsten stoischen Philosophen.
- Epikureismus: Ein gutes Leben ist eines, das keine Störungen oder Schmerzen des Körpers oder der Seele kennt – ein angenehmes Leben, dominiert von den Genüssen des Geistes über den Körper.
Mittelalter
Für den christlichen Menschen ist das eigene Gut der Gehorsam und die Liebe zu Gott, was ihn dazu führt, den Willen Gottes und seine Gebote zu erfüllen. Die frühen Kirchenväter und Philosophen wie Thomas von Aquin behaupteten, dass die Gebote Moses, obwohl sie von Gott geliefert wurden, in der menschlichen Natur eingeschrieben sind.
Moderne und zeitgenössische Zeit
- Hume: Humes Ethik basiert auf Gefühlen von Sympathie oder Antipathie gegenüber bestimmten Verhaltensweisen. Hume war beeindruckt vom Wechsel vom „Sein“ zum „Sollen“ in der ethischen Reflexion.
- Kant: Für Kant basiert Ethik auf der Pflicht – etwas, das die menschliche Vernunft als universell und notwendig postuliert. Daher der kategorische Imperativ für die Moral.
- Nietzsche: Er verteidigte eine Umwertung der moralischen Werte. Wesentlich ist der Wille zur Macht und heroische Größe.
- Utilitarismus: Hauptautor ist Bentham, nach dem Männer in der Gesellschaft das Glück der größtmöglichen Zahl von Einzelpersonen erhöhen sollten.
Die Lehren von heute
Ethik ist nicht nur Sache der Philosophie. Auch Religionen enthalten ethische Standards. Über 80 % der Weltbevölkerung gehören einer Religion an. Die verbreitetsten sind das Christentum, der Islam, der Hinduismus, der Buddhismus und das Judentum. In westlichen Ländern sind Empirismus und Utilitarismus prägend. Zudem ist die vertragstheoretische Theorie des Liberalismus weit verbreitet, die auf zwei Grundsätzen basiert: Gleichheit des Zugangs zu einem System maximaler Rechte und Freiheiten sowie die Rechtfertigung von Ungleichheit nur insoweit, wie sie den am meisten Benachteiligten hilft. In der Praxis lassen sich viele Menschen von einer Konzeption des ethischen Relativismus und Historismus leiten.