Grundlagen der Ethik: Tugenden, Werte und Moraltheorien
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Ethische Grundlagen und Tugendlehre
Ethische Materialien sind moralische Theorien, die auf der Existenz eines grundlegenden Wertes basieren, der als gut definiert ist. „Tugend ist die durch Lernen erworbene Gewohnheit, die den Menschen gut und glücklich macht.“
- Ethische Tugenden: Diese sind nicht durch bloße Gerechtigkeit erfassbar.
- Dianoetische Tugenden: Diese werden durch Bildung erworben (z. B. Weisheit).
- Prudence (Klugheit): Sie tritt auf, wenn eine Tugendethik erreicht ist.
- Weisheit: Die Tugend, die dabei hilft, das Glück zu maximieren.
Aristoteles definierte Glück als ein Leben in Weisheit. Der Eudämonismus lehrt, dass ein Mensch erst nach seinem Tod als wahrhaft glücklich bezeichnet werden kann.
Naturrecht und positives Recht
Das Naturrecht ist das Vorhandensein des ewigen Gesetzes im Bereich der vernunftbegabten Kreatur. Das ewige Gesetz Gottes dient als Ziel der Natur. Das positive Recht ist die Vernunft, die den Inhalt des Naturrechts auf das tägliche Leben anwendet.
Hedonismus und formale Ethik
Die hedonistische Ethik Epikurs strebt danach, den Menschen von falschen Ängsten zu befreien, um durch den Genuss von Freuden die Ataraxia (Seelenruhe) zu erreichen. Im Gegensatz dazu befasst sich die formale Ethik nicht mit spezifischen Inhalten, sondern bewertet Handlungen nach der Redlichkeit der Absicht.
Egoistische Ethik und ihre Defekte
- Mangelnde Achtung der Freiheit und Autonomie des Individuums.
- Empirische Natur, die lediglich angibt, was richtig oder falsch ist.
- Handlungen werden nur nach ihrem Ziel bewertet.
Autonomie und Heteronomie
Die autonome Moral basiert auf Regeln, die aus der eigenen Vernunft des Subjekts stammen, während bei der heteronomen Moral die Standards von außen vorgegeben werden. Das „Muss“ ist die Norm, die durch die Vernunft begründet wird.
Kategorisierung von Genuss
- Katastematische Genüsse: Stabil und kontinuierlich.
- Akatastematische Genüsse: Diskontinuierlich und negativ.
Pflichtethik und Kategorischer Imperativ
Die Pflicht zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Sie ist ein formales Prinzip (a priori).
- Sie ist universell.
- Sie ist autonom.
Der Kategorische Imperativ ist das oberste Kriterium der Moral und verbindet Pflicht mit dem guten Willen.
Nihilismus und Wertephilosophie
Der Nihilismus bedeutet das Fehlen von Antworten auf existenzielle Fragen. Werte sind keine pragmatischen Konventionen, sondern ideale Objekte, die unabhängig von menschlichen Bewertungen existieren.
Merkmale der Werte
- Existenz: Werte existieren unabhängig von menschlicher Wahrnehmung.
- Zeitlosigkeit: Werte sind zeitlos, auch wenn sie zeitlich determiniert erscheinen.
- Polarität: Werte treten in Gegensatzpaaren auf.
- Erkenntnis: Werte werden durch das „Gefühl für den Wert“ erfasst.
Die Konsensethik dient schließlich als Brücke zwischen dem Individuum und der politischen Gemeinschaft.