Grundlagen der Europäischen Union und des Demokratischen Staates
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Geschichte der Europäischen Union
Nach der Zerstörung Europas im Zweiten Weltkrieg wurde die Europäische Union (EU) gegründet, um Frieden und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und zukünftige Kriege zu verhindern. Ein wichtiger Schritt war die Unterzeichnung der Römischen Verträge im Jahr 1957, wodurch die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) entstand.
Im Jahr 1992 wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gründung der Europäischen Union (EU) führte. Die Europäische Union besteht heute aus 27 Mitgliedstaaten. Die Union wächst stetig.
Die heutige Europäische Union
Die EU umfasst eine Fläche von etwa 4.000.000 km² und hat eine Bevölkerung von ungefähr 500 Millionen Menschen. Das langfristige Ziel der EU ist die Schaffung eines engeren Zusammenschlusses der Mitgliedstaaten.
Wirtschaftliche und Politische Union
Die EU verfolgt eine gemeinsame Wirtschafts- und Währungspolitik. Die gemeinsame Währung ist der Euro.
Herausforderungen der EU
Es bestehen weiterhin Herausforderungen in verschiedenen Bereichen, da die Politik in folgenden Gebieten noch nicht vollständig harmonisiert ist:
- Justiz und innere Sicherheit
- Internationale Politik und Verteidigung
Ein weiteres Problem ist die wirtschaftliche Ungleichheit zwischen den Mitgliedstaaten: Einige Staaten sind hoch entwickelt, während andere wirtschaftlich zurückliegen.
Der Demokratische Staat
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Staatstypen: den demokratischen Staat und die Diktatur.
Der Begriff Demokratie stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen:
- Demos (das Volk)
- Kratos (die Regierung/Herrschaft)
Demokratie bedeutet wörtlich die Herrschaft des Volkes.
Die Herrschaft des Rechts (Rechtsstaatlichkeit)
Die Verfassung ist das oberste Gesetz, das von allen Menschen und auch von der Regierung eingehalten werden muss. Sie legt die Rechte und Pflichten der Bürger fest.
Wenn die Regierung die Rechte einer Person verletzt, kann diese Person vor Gericht gehen, um ihre Rechte zu schützen.
Bürgerbeteiligung und Wahlen
In modernen Staaten ist es oft schwierig, eine direkte Beteiligung aller Bürger an der Regierung zu gewährleisten. Daher werden Vertreter gewählt, die bestimmte demokratische Bedingungen erfüllen müssen:
- Allgemeines Wahlrecht: Alle erwachsenen Bürger haben das Recht zu wählen.
- Freiheit der Parteien: Alle politischen Parteien müssen frei sein, ihre Programme zu präsentieren.
- Regelmäßigkeit und Transparenz: Wahlen müssen regelmäßig und transparent durchgeführt werden.
- Akzeptanz der Ergebnisse: Die Verlierer müssen die Wahlergebnisse anerkennen.
Die Gewaltenteilung
In demokratischen Staaten ist die Staatsgewalt aufgeteilt, um Machtmissbrauch zu verhindern und die Bürger zu schützen. Man unterscheidet drei Gewalten:
- Die Gesetzgebende Gewalt (Legislative): Ausgeübt durch das Parlament.
- Die Ausführende Gewalt (Exekutive): Ausgeübt durch die Regierung.
- Die Rechtsprechende Gewalt (Judikative): Ausgeübt durch die Richter.