Grundlagen der Evolutionsbiologie: Fixismus bis Paläontologie
Eingeordnet in Medizin & Gesundheit
Geschrieben am in
mit einer Größe von 2,72 KB
Fixismus
Der Fixismus ist der Glaube, dass die vorhandenen Arten seit ihrer Erschaffung unverändert geblieben sind. Er wird als Erklärung für den Ursprung der Arten abgelehnt, da er Fragen zu folgenden Punkten nicht beantworten kann:
- Die Existenz einer großen Variabilität innerhalb derselben Art.
- Die Existenz von Fossilien.
- Die Anwesenheit rudimentärer Organe.
- Ähnlichkeiten in den inneren Organen, obwohl die Arten sehr unterschiedlich sind.
- Die Tatsache, dass die Ontogenese der Individuen ihre Phylogenie widerspiegelt.
Natürliche und künstliche Selektion
Die natürliche Selektion besagt, dass Nachkommen überleben, deren Veränderungen einen Vorteil bei der Anpassung an die Umwelt darstellen und die diese Änderungen an ihre Nachfahren übertragen können. Die künstliche Selektion ist ein Prozess, bei dem der Mensch einzelne Exemplare einer Pflanzen- oder Tierart gezielt nach bestimmten Merkmalen zur Fortpflanzung auswählt. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die natürliche Auslese nicht vom Menschen geplant ist, sondern durch Umweltbedingungen auferlegt wird.
Evolutionsbiologie und Kultur
Die Evolutionsbiologie bezieht sich auf die physischen und psychischen Veränderungen, die bei den Vorfahren des Menschen auftraten, bis er zu dem wurde, was er heute ist. Kultur bezieht sich hingegen auf das, was der Mensch geschaffen hat, um Gesellschaften aufzubauen.
Paläontologie
Die Paläontologie untersucht die Überreste von Lebewesen, die in vergangenen Zeiten lebten. Um ihre Existenz zu erklären, wurde früher die diluvianische Theorie genutzt, nach der die Überreste ausgestorbener Tiere eine Folge der Sintflut waren. Die Entwicklung der Geologie ab dem 18. Jahrhundert ermöglichte die relative Datierung von fossilen Sequenzen in stratigraphischen Schichten. Die diluvianische Theorie wurde durch die Katastrophentheorie ersetzt, die besagt, dass seit der Erschaffung der Welt Katastrophen auftraten, die alte Arten beseitigten und zu neuen, immer perfekteren Arten führten.
Vergleichende Anatomie
Die vergleichende Anatomie ermöglicht es, den Verwandtschaftsgrad zwischen Arten anhand der Ähnlichkeit ihres Körperbaus und ihrer Funktionsweise zu bestimmen. Die aktuelle Klassifizierung unterteilt alle Lebewesen in drei große Domänen: Bakterien, Archaeen und Eukaryoten. Die ersten beiden besitzen keinen Zellkern, während die dritte Domäne (zu der auch der Mensch gehört) aus Zellen mit Zellkern besteht. Diese wird wiederum in vier Reiche unterteilt: Tiere, Pflanzen, Pilze und Protozoen.