Grundlagen der Evolutionsbiologie und Populationsgenetik
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Prozess der Artbildung
- Ursprungspopulation: Eine stabile Ausgangspopulation.
- Trennung: Die Ursprungspopulation teilt sich in zwei Teilpopulationen, wodurch die Reproduktion zwischen den Individuen unterbunden wird.
- Differenzierung: Zufällige, unterschiedliche Mutationen und abweichende natürliche Selektionsfaktoren führen zu einer eigenständigen Entwicklung beider Teilpopulationen.
- Genetische Divergenz: Die Genpools und Individuen unterscheiden sich nach einiger Zeit so stark, dass keine Reproduktion mehr möglich ist.
- Artspaltung: Aus einer Art sind zwei eigenständige Arten entstanden.
Genetische Grundlagen
- Genpool: Gesamtheit der genetischen Informationen einer Population.
- Gendrift: Zufällige Veränderung der Allelfrequenz im Genpool einer Population.
Formen der Gendrift
- Gründereffekt: Eine neue Population wird durch wenige Individuen gegründet. Die Variabilität und Allelfrequenz unterscheiden sich deutlich von der Ausgangspopulation.
- Flaschenhalseffekt: Durch Katastrophen wird eine Population drastisch reduziert. Die Restpopulation weist eine stark verringerte Variabilität und veränderte Allelhäufigkeit auf.
Formen der Isolation
- Geografische Trennung: Ursachen wie Gebirgsbildung, Kontinentaldrift, Klimawandel, Stürme oder Erdbeben.
- Ökologische Isolation: Besetzung unterschiedlicher ökologischer Nischen zur Vermeidung von Konkurrenz.
- Reproduktive Isolation: Individuen können aufgrund unterschiedlicher Verhaltensweisen oder körperlicher Merkmale keine Nachkommen zeugen (z. B. durch abweichende Paarungszeiten, Paarungsgebiete oder Paarungsverhalten).
Belege der Evolution
- Homologe Merkmale: Gemeinsamer Grundbauplan, aber unterschiedliches Aussehen und Funktion aufgrund gemeinsamer Vorfahren.
- Analoge Merkmale: Gleiche Funktion, aber unterschiedlicher Grundbauplan; keine gemeinsamen Vorfahren.
- Atavismen: Körperliche Merkmale früherer Entwicklungsstufen, die bei einzelnen Individuen heute wieder auftreten.
- Biogenetische Grundregel: Die Embryonalentwicklung (Ontogenese) ist eine verkürzte Wiederholung der Stammesentwicklung (Phylogenese).
Lotka-Volterra-Regeln
- 1. Regel: Periodizität der Populationsschwankungen.
- 2. Regel: Erhaltung der Mittelwerte der Populationsdichten.
- 3. Regel: Störung der Mittelwerte führt zur Erholung der Population.