Grundlagen der Evolutionsbiologie und Populationsgenetik

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Prozess der Artbildung

  1. Ursprungspopulation: Eine stabile Ausgangspopulation.
  2. Trennung: Die Ursprungspopulation teilt sich in zwei Teilpopulationen, wodurch die Reproduktion zwischen den Individuen unterbunden wird.
  3. Differenzierung: Zufällige, unterschiedliche Mutationen und abweichende natürliche Selektionsfaktoren führen zu einer eigenständigen Entwicklung beider Teilpopulationen.
  4. Genetische Divergenz: Die Genpools und Individuen unterscheiden sich nach einiger Zeit so stark, dass keine Reproduktion mehr möglich ist.
  5. Artspaltung: Aus einer Art sind zwei eigenständige Arten entstanden.

Genetische Grundlagen

  • Genpool: Gesamtheit der genetischen Informationen einer Population.
  • Gendrift: Zufällige Veränderung der Allelfrequenz im Genpool einer Population.

Formen der Gendrift

  • Gründereffekt: Eine neue Population wird durch wenige Individuen gegründet. Die Variabilität und Allelfrequenz unterscheiden sich deutlich von der Ausgangspopulation.
  • Flaschenhalseffekt: Durch Katastrophen wird eine Population drastisch reduziert. Die Restpopulation weist eine stark verringerte Variabilität und veränderte Allelhäufigkeit auf.

Formen der Isolation

  • Geografische Trennung: Ursachen wie Gebirgsbildung, Kontinentaldrift, Klimawandel, Stürme oder Erdbeben.
  • Ökologische Isolation: Besetzung unterschiedlicher ökologischer Nischen zur Vermeidung von Konkurrenz.
  • Reproduktive Isolation: Individuen können aufgrund unterschiedlicher Verhaltensweisen oder körperlicher Merkmale keine Nachkommen zeugen (z. B. durch abweichende Paarungszeiten, Paarungsgebiete oder Paarungsverhalten).

Belege der Evolution

  • Homologe Merkmale: Gemeinsamer Grundbauplan, aber unterschiedliches Aussehen und Funktion aufgrund gemeinsamer Vorfahren.
  • Analoge Merkmale: Gleiche Funktion, aber unterschiedlicher Grundbauplan; keine gemeinsamen Vorfahren.
  • Atavismen: Körperliche Merkmale früherer Entwicklungsstufen, die bei einzelnen Individuen heute wieder auftreten.
  • Biogenetische Grundregel: Die Embryonalentwicklung (Ontogenese) ist eine verkürzte Wiederholung der Stammesentwicklung (Phylogenese).

Lotka-Volterra-Regeln

  • 1. Regel: Periodizität der Populationsschwankungen.
  • 2. Regel: Erhaltung der Mittelwerte der Populationsdichten.
  • 3. Regel: Störung der Mittelwerte führt zur Erholung der Population.

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