Grundlagen des Feudalismus und mittelalterliche Agrarwirtschaft

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Der Feudalismus

Der Feudalismus war die politische, wirtschaftliche und soziale Ordnung des Mittelalters. Die wesentlichen Merkmale waren die Machtausweitung der Grundherren, die politische Zersplitterung und die Erblichkeit der Lehen. Das Vasallentum bildete das Kernstück dieser Beziehung, basierend auf Treue, Dienst, Schutz und gegenseitiger Unterstützung zwischen zwei Personen.

Struktur und Bevölkerungswachstum

Die Gesellschaft war in einer Pyramidenstruktur organisiert. Faktoren für das Bevölkerungswachstum waren:

  • Die Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzflächen.
  • Das Ausbleiben großer ausländischer Invasionen.
  • Die Verringerung der Häufigkeit von Epidemien und Hungerkrisen.

Regionale Besonderheiten

In den fränkischen Gebieten, insbesondere in Katalonien (dem Gebiet zwischen den Pyrenäen, dem Empordà, Tremp und der Linie Segre-Llobregat), entwickelte sich ein neues System der Landbewirtschaftung. Die Bauern (pagessos) wurden in zwei Gruppen unterteilt:

  • Hörige (Sef): Sie waren an das Land gebunden und durften es nicht verlassen.
  • Freie: Sie konnten ihren Wohnort wechseln.

Der Frieden und die Waffenruhe Gottes wurden als Reaktion auf die Gewalt feudaler Herren eingeführt, um den Schutz von Klerikern, Eigentum und religiösen Stätten zu gewährleisten.

Agrarwirtschaft und Produktion

Der Überschuss bezeichnete die Überproduktion, die über den Lebensunterhalt hinausging.

Anbaumethoden

  • Zweifelderwirtschaft: Abwechselnder Anbau von Getreide im Herbst und Brache.
  • Dreifelderwirtschaft: Ein dreijähriger Zyklus: Im ersten Jahr Herbstgetreide, im zweiten Jahr Frühjahrsgetreide, im dritten Jahr Brache.

Viehhaltung

  • Schafe: Wolle.
  • Rinder: Zugkraft für schwere Pflüge.
  • Schweine: Fleischlieferanten.

Klosterleben

Die Regel des heiligen Benedikt organisierte das tägliche Leben in den Klöstern. Abteien und Klöster wurden im romanischen Stil erbaut. Die Abtei von Cluny (10. Jahrhundert) unterstand direkt der Jurisdiktion Roms und erhielt das Recht, ihren Abt selbst zu wählen.

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