Grundlagen der Filmgestaltung: Einstellungsgrößen und Technik

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Einstellungsgrößen und ihre Bedeutung

Aufnahme: Das Bild zwischen dem Starten und Stoppen der Kamera. Versammlung: Das Anzeigen von Bildern, die zwischen zwei Schnitten liegen. Maßstab: Der Stichprobenumfang. Plano Ressource: Der Aufnahmepegel, der in der Endmontage verwendet werden kann, auch wenn er nicht im Drehbuch steht.

Funktionen und Planungsarten

  • Visueller Bereich: Kontinuität und korrekte Erfassung von Fehlern (meist kurze Skalenzeichnungen).
  • Masterplan: Aufzeichnung einer Aktion vom Anfang bis zum Ende, um eine Ebene für den Schnitt zu haben. Zeigt meist ein gemeinsames Vorgehen.
  • Plan Garantie: Aufnahmen, die in den Masterplan eingefügt werden (kurz- und mittelfristig), vor allem bei TV-Shows.
  • Plan: Variationen über den Plan gemäß Drehbuch. Jede Situation wird aus verschiedenen Blickwinkeln (alternative Ebenen) aufgenommen, um im Schnitt zu entscheiden.

Erzählerische Merkmale

Sequenzeinstellung (Plan-Séquence): Eine Sequenz wird von Anfang bis Ende ununterbrochen aufgenommen. Sie ersetzt Kamerabewegungen durch den Stil des Regisseurs und erfordert hohe Vorbereitung (z. B. Im Zeichen des Bösen von Orson Welles oder Cocktail für eine Leiche von Hitchcock).

Subjektive Einstellung: Entspricht dem Blickwinkel des Charakters, gefolgt von einer kurzen oder mittleren Einstellung der Figur, die blickt (z. B. Die Reifeprüfung).

Location-Karte: Zeigt zu Beginn einer Sequenz den Raum, in dem die Handlung stattfindet, um den Zuschauer zu orientieren (z. B. Das Fenster zum Hof).

Verbundene Einstellung: Besteht aus zwei oder mehr Bildern aus verschiedenen Quellen, die eine gemeinsame Komposition bilden. Dies wird oft bei Telefongesprächen oder Vertragsunterzeichnungen genutzt (z. B. Citizen Kane).

Einstellungsgrößen nach Umfang

  • Detail: Fokus auf einen bestimmten Aspekt.
  • PPP (Primerissimo Vordergrund): Extrem nah.
  • PP (Vordergrund): Nahaufnahme.
  • PMC (Kurze Halbtotale): Brustbild.
  • Halbtotale: Taille.
  • Amerikanische Einstellung: Knie abwärts.
  • Totale: Ganze Figur (Füße).
  • Weite Einstellungen: Figuren verlieren an Bedeutung, Fokus auf Natur und Landschaften.
  • PC (Plan Conjunto): Ganze Gruppe im Bild (z. B. Das Appartement).
  • PG (General Plan): Weitwinkel, z. B. Arbeiter betreten ein Gebäude.
  • GPG (Great Shot): Stadtbild oder weite Landschaft.

Filmische Erzählung und Kameratechnik

Sequenz: Eine filmische Erzähleinheit, die eine dramatische Situation entwickelt und auflöst. Sie hat einen in sich geschlossenen Sinn und ist ein zentraler Teil der Geschichte.

Das Diaphragma und Objektive

Diaphragma: Das Hauptelement im Objektiv einer Kamera. Durch ein System dünner Lamellen wird die Lichtmenge reguliert. Es wird in f-Stopps gemessen; jeder Schritt reduziert das Licht.

Merkmale der Objektive: Sehwinkel, Perspektive und Schärfentiefe (Abstand zwischen dem nächstgelegenen und dem am weitesten entfernten Punkt, der scharf abgebildet wird).

  • Weitwinkel: Große Schärfentiefe, alles ist fokussiert (z. B. Citizen Kane).
  • Teleobjektiv: Geringe Schärfentiefe.

Brennweite: Abstand vom Mittelpunkt der Linse bis zum Brennpunkt auf dem Film.

Arten von Objektiven

  • Normalobjektiv: 35–50 mm, entspricht dem menschlichen Auge.
  • Weitwinkel: Unter 35 mm. Großer Blickwinkel, verzerrt Figuren an den Rändern, übertriebene Perspektive.
  • Teleobjektiv: 75–250 mm. Enger Blickwinkel, reduziert Entfernungen, flache Perspektive.
  • Zoom: Variable Brennweite zur Manipulation der Perspektive (z. B. Vertigo von Hitchcock).

Kamerawinkel und Positionierung

Höhe und Blickwinkel: Beeinflussen die Haltung des Betrachters zum Gezeigten.

  • Normal (Straight): Augenhöhe, keine besondere Bedeutung.
  • Untersicht (Contrapicado): Von unten nach oben. Verleiht dem Subjekt Überlegenheit, Macht und Pracht.
  • Aufsicht (Picado): Von oben nach unten. Wirkt unterordnend, lässt das Subjekt klein oder schwach erscheinen.
  • Spezialwinkel: Zenit, Froschperspektive (Nadir) oder schräge Einstellungen (Dutch Angle) zur Darstellung von seelischem Ungleichgewicht.

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