Grundlagen des Geldes und Finanzsystems

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Funktionen des Geldes

Geld dient als Tauschmittel, um Transaktionen zu erleichtern und den Tauschhandel zu ersetzen. Als Rechnungseinheit wird es verwendet, um Kosten und Werte zu berechnen. Zudem fungiert es als Wertaufbewahrungsmittel.

Geldschöpfung

Die Geldschöpfung erfolgt, wenn Banken neue Kredite vergeben. Dabei interagieren drei Akteure:

  • Monetäre Autorität: Die Zentralbank (z. B. Bank von Spanien) schafft die Liquiditätsbasis.
  • Bankensystem: Geschäftsbanken und Finanzinstitute generieren durch Kreditvergabe Geld.
  • Bürger: Einzelpersonen und Unternehmen entscheiden über die Verteilung ihrer finanziellen Vermögenswerte.

Finanzintermediäre

Banken

  • Zentralbank: Gewährt Finanzierung für den öffentlichen Sektor und andere Finanzintermediäre.
  • Privatbanken: Halten einen Teil ihres Vermögens in Bargeld und vergeben Kredite an den privaten und öffentlichen Sektor.
  • Sparkassen: Spezialisiert auf die Einlagen kleiner Sparer.
  • Genossenschafts- und Landbanken: Arbeiten ähnlich wie Geschäftsbanken.

Nicht-Banken

  • ICO (Staatliche Kreditinstitute): Ergänzen die private Finanzierung durch Haushaltsmittel oder festverzinsliche Wertpapiere.
  • Versicherungsgesellschaften: Bieten Entschädigungen bei versicherten Ereignissen.
  • Rentenversicherungen: Ergänzen oder ersetzen staatliche Renten.
  • Investmentgesellschaften: Investieren durch die Ausgabe von Aktien in Wertpapiere.
  • Leasinggesellschaften: Finanzieren die Nutzung von Waren gegen Gebühren.

Der Finanzmarkt

Der Markt für Wertpapiere ermöglicht die Emission und den Handel von Finanzinstrumenten.

  • Primärmarkt: Kanalisiert Ersparnisse in Investitionen durch die Ausgabe neuer Titel.
  • Sekundärmarkt: Stärkt den Primärmarkt und sorgt für Liquidität.

Wertpapierarten

  • Festverzinsliche Wertpapiere: Schuldtitel mit im Voraus festgelegtem Zinssatz.
  • Aktien: Unternehmensanteile, deren Rentabilität von den Gewinnen abhängt.

Inflation

Erwartete Inflation

Die Kosten umfassen:

  • Schuhsohlenkosten: Ressourcenverschwendung durch häufige Gänge zur Bank, um Bargeldbestände zu minimieren.
  • Menükosten: Kosten, die durch die häufige Anpassung von Preisen entstehen.

Unvorhergesehene Inflation

  • Auswirkungen auf die Verteilung: Benachteiligt Personen mit festem nominalem Einkommen und Gläubiger; begünstigt Schuldner.
  • Auswirkungen auf die wirtschaftliche Aktivität: Verzerrt die Ressourcenallokation durch veränderte relative Preise.
  • Unsicherheit: Erhöht Risikoprämien und verhindert Investitionsprojekte.

Wirtschaftstheorien

Klassische Theorie

Vertritt die Ansicht, dass Variationen der Geldmenge nur Preise beeinflussen, nicht jedoch reale Variablen wie Produktion oder Beschäftigung.

Keynesianismus

Die Geldnachfrage kann Anstiege der Geldmenge absorbieren, ohne die Preise sofort zu verändern, wodurch Geld Auswirkungen auf die Produktion haben kann.

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