Grundlagen der Genetik: DNA, RNA und Vererbung erklärt

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Grundlagen der Genetik

Die Genetik ist ein faszinierendes Teilgebiet der Biologie, das sich mit der Übertragung von Merkmalen von Eltern auf ihre Nachkommen befasst.

DNA und RNA

  • DNA (Desoxyribonukleinsäure): Eine der beiden Nukleinsäuren in Zellen. Sie enthält die genetische Information für den Aufbau lebender Organismen. In eukaryotischen Zellen ist sie im Zellkern um Histone gewickelt und bildet Chromosomen.
  • RNA (Ribonukleinsäure): Chemisch ähnlich wie DNA, jedoch besteht sie aus einer Kette von Nukleotiden, bei denen Uracil (U) das Thymin (T) ersetzt.
  • Boten-RNA (mRNA): Überträgt genetische Informationen von der DNA zum Zytoplasma, wo sie an Ribosomen in Proteine übersetzt wird.
  • Transfer-RNA (tRNA): Transportiert Aminosäuren zu den Ribosomen für die Proteinsynthese.
  • Ribosomale RNA (rRNA): Bestandteil der Ribosomen.

Wichtige Begriffe der Molekularbiologie

  • DNA-Polymerase: Enzym, das die DNA-Replikation katalysiert.
  • Helikase: Enzym, das die Wasserstoffbrücken der DNA-Doppelhelix löst.
  • Stickstoffbasen: Wesentliche Bestandteile der Nukleotide. Man unterscheidet Purine (Adenin, Guanin) und Pyrimidine (Cytosin, Thymin, Uracil).
  • Codon: Eine Gruppe von drei Basen in einer DNA- oder RNA-Sequenz, die eine spezifische Aminosäure kodiert.
  • Aminosäuren: Die Bausteine der Proteine. Es gibt zwanzig natürliche Aminosäuren.

Struktur und Vererbung

  • Doppelhelix: Die räumliche Struktur der DNA, entdeckt 1953 durch Watson und Crick (basierend auf Daten von Rosalind Franklin).
  • Gen: Ein DNA-Abschnitt, der die Information für ein bestimmtes Merkmal enthält.
  • Allel: Eine von mehreren Ausprägungsformen eines Gens an einem bestimmten Genort (Locus).
  • Genotyp: Die Gesamtheit der Gene eines Lebewesens.
  • Phänotyp: Die beobachtbaren Merkmale eines Organismus, die durch das Erbgut und Umwelteinflüsse bestimmt werden.
  • Homozygot (reinerbig): Individuum mit zwei gleichen Allelen für ein Merkmal.
  • Heterozygot (mischerbig/hybrid): Individuum mit zwei unterschiedlichen Allelen für ein Merkmal.

Genetische Prozesse

  • Genamplifikation: Eine Mutation, bei der DNA-Abschnitte fehlerhaft vervielfältigt werden, was oft bei aggressiven Tumoren auftritt.
  • Restriktionsenzyme: Proteine, die spezifische DNA-Sequenzen erkennen und schneiden; essenziell für die Gentechnik.
  • Zygote: Die erste Zelle eines neuen Individuums, entstanden aus der Vereinigung zweier Gameten.
  • Genom: Das komplette Erbgut eines Organismus, inklusive chromosomaler und mitochondrialer DNA.

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