Grundlagen und Geschichte der Rhythmischen Sportgymnastik
Eingeordnet in Leibesübungen
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,39 KB
Handgeräte in der Rhythmischen Sportgymnastik
Reifen
- Material: Holz oder Kunststoff (muss starr sein und darf sich nicht verbiegen).
- Durchmesser: 80 cm bis 90 cm (innen).
- Gewicht: mindestens 300 Gramm.
- Form: Der Ring kann glatt oder rau sein. Er kann ganz oder teilweise mit einem farbigen Band umwickelt werden.
- Durchführung: Der Reifen definiert einen Raum, in dem sich die Turnerin bewegt. Die Handhabung erfordert häufige Bewegungswechsel und eine gute Koordination.
- Bewegungen: Einleitung, Verschieben, Schwingen.
- Körpertechnische Gruppen: Sprünge, Balancen, Flexibilität, Drehungen und Wellenbewegungen.
Ball
- Material: Gummi oder Kunststoff.
- Durchmesser: 18 bis 20 cm.
- Gewicht: mindestens 400 g.
- Design: Figurative Zeichnungen sind nicht zulässig, nur geometrische Muster.
- Durchführung: Der Ball darf nicht festgehalten (gegriffen) werden. Er erfordert eine weiche Führung zwischen Körper und Ball. Der Ball muss in Bewegung bleiben (Rollen, Drehen). Spektakuläre Würfe mit präziser Kontrolle sind essenziell.
- Bewegungen: Prellen, Drehungen, Achterformen, Freigaben, Rollen über Arme oder Beine, Würfe.
- Körpertechnische Gruppen: Flexibilität und Wellenbewegungen.
Keulen
- Material: Kunststoff oder Gummi.
- Länge: 4 bis 5 dm.
- Gewicht: mindestens 150 Gramm pro Keule.
- Kopfdurchmesser: maximal 3 cm.
- Form: Flaschenform, bestehend aus Körper, Hals und Kopf.
- Ausführung: Die Turnerin nutzt die Keulen für Mühlen, Drehungen, Würfe und asymmetrische Bewegungen. Erfordert Rhythmusgefühl und hohe psychomotorische Koordination.
- Bewegungen: Würfe, Mühlen, Schläge, Halten und Gleiten.
- Körpertechnische Gruppen: Balancen.
Band
- Material: Satin oder ein nicht gestärktes Material.
- Breite: 4 cm bis 6 cm.
- Länge: mindestens 6 m (aus einem Stück).
- Gewicht: mindestens 35 g (ohne Stab).
- Ausführung: Das Band erzeugt Bilder und Formen im Raum.
- Bewegungen: Spiralen, Zick-Zack, Würfe.
- Körpertechnische Gruppen: Drehungen.
Geschichte der Rhythmischen Sportgymnastik
Die Wurzeln liegen in der griechischen Antike (Gymnasion). Die moderne Rhythmische Sportgymnastik entstand in der ehemaligen UdSSR. Die erste Weltmeisterschaft fand 1963 statt, olympisch wurde die Sportart 1984.
Schulen der Gymnastik
Französische Schule: Natural System
Begründet durch Francisco de Amorós. Der Fokus liegt auf natürlichen Bewegungen, utilitaristischen Übungen und der Entwicklung des gesamten Körpers in der Natur.
Schwedische Schule: Analysesystem
Begründet durch Per Henrik Ling. Charakterisiert durch anatomische und biologische Prinzipien, Korrekturübungen und den Einsatz von Geräten wie Reck oder Ringen.