Grundlagen der Gesundheit und häufige Krankheiten

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Gesundheit und Krankheit

Gesundheit ist der Zustand, in dem der Körper normalerweise seine Aufgaben wahrnimmt. In diesem idealen Zustand funktionieren alle Organe und Systeme richtig. Wenn eines von ihnen eine Veränderung erfährt und seine Funktion nicht mehr ordnungsgemäß ausübt, tritt eine Störung namens Krankheit auf.

Die Krankheit ruft im Körper eine Reihe von Änderungen hervor, die Symptome genannt werden. Man kann die Gesundheit der Bevölkerung durch die Reduzierung von Umweltrisiken verbessern. Einige Umweltrisiken, die die Weltbevölkerung betreffen, sind:

  • Unsicheres Wasser wegen schlechter sanitärer Grundversorgung.
  • Luftverschmutzung durch den Stadtverkehr.
  • Unterernährung und Fehlernährung durch den Verzehr von diätetisch unausgewogenen Lebensmitteln.
  • Arbeiten mit gefährlichen Stoffen wie Blei.
  • Luftverschmutzung in geschlossenen Räumen, etwa durch feste Brennstoffe zum Kochen (z. B. Kohle).
  • Traumata durch Unfälle oder den Verkehr.

Infektionen

Eine Infektion ist das Eindringen eines Mikroorganismus, wie eines Bakteriums oder Virus, in ein Lebewesen. Alle höheren Organismen werden von fremden Arten, meist Bakterien, Viren oder Pilzen, besiedelt. Die meisten dieser Arten sind Symbionten und schaden dem Organismus nicht. Wenn eine Spezies, die den Organismus besiedelt, diesen schädigt, wird sie als pathogene Spezies bezeichnet.

Methoden zur Infektionsprävention

Die wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen sind Desinfektion, Sterilisation und Impfungen.

  • Desinfektion: Eine Reihe von Techniken, um Krankheitserreger, die Krankheiten übertragen, zu zerstören und deren Ausbreitung zu verhindern.
  • Sterilisation: Hierbei werden nicht nur Krankheitserreger, sondern jede elementare Form des Lebens, einschließlich resistenter Dauerformen, zerstört. Ein sterilisiertes Material gilt als aseptisch.
  • Antisepsis: Anwendung von Chemikalien (Antiseptika), um die Zahl der pathogenen Mikroorganismen auf der Haut zu reduzieren und Infektionen zu verhindern.
  • Impfstoffe: Zubereitungen von Antigenen, die in den Körper eingebracht werden, woraufhin der Körper Antikörper produziert.

Heilung von Infektionen

Heilungen treten ein, wenn der Körper gegen eine Infektion mit Mikroorganismen durch das Immunsystem und Abwehrzellen reagiert. Wenn der Körper die Bakterien nicht allein beseitigen kann, werden Chemikalien wie Antibiotika benötigt. Antibiotika sind Substanzen, die das Wachstum einiger Bakterien hemmen oder diese zerstören, aber sie wirken nicht gegen Viren.

Antiseren (Seren): Das Serum ist der flüssige Teil des Blutes ohne Blutkörperchen, enthält jedoch Antikörper. Ein Antiserum ist ein gereinigtes Serum von Menschen oder Tieren, die bereits Antikörper gegen einen bestimmten Erreger entwickelt haben. Es schützt eine nicht geimpfte Person vor einem bestimmten Mikroorganismus.

Interferon: Zellen des menschlichen Körpers, die von einem Virus infiziert sind, synthetisieren eine Substanz, die den Eintritt des Virus in benachbarte Zellen verhindert.

Pandemien

Pandemien sind Krankheiten, die länderübergreifend auftreten. Eine Pandemie muss nicht zwingend jeden betreffen (wie etwa Krebs oder AIDS). AIDS ist eine Krankheit, bei der das HIV-Virus in bestimmte weiße Blutkörperchen (Lymphozyten) eindringt, sich dort vermehrt und diese zerstört. Wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, diese Zellen nachzuproduzieren, bricht die Krankheit aus. AIDS führt dazu, dass sich der Körper nicht mehr gegen Parasiten wehren kann. Das Virus wird durch Körperflüssigkeiten wie Blut oder Sperma übertragen. Aktuelle Pandemien betreffen Tausende von Menschen, wie AIDS oder neuere Krankheiten wie SARS und die Vogelgrippe.

Krebs

Krebs ist eine Krankheit, bei der eine Transformation in den Zellen der Körpergewebe stattfindet, sodass diese sich abnorm und unkontrolliert vermehren. Diese Zellen können in die Blutbahn gelangen, in Organe eindringen und neue Tumorkolonien (Metastasen) bilden.

Ursachen von Krebs

In 80 % der Fälle ist die Entstehung von Krebs auf externe Faktoren zurückzuführen. Dieser Krebs kann oft durch eine Änderung der Gewohnheiten und des Verhaltens verhindert werden. Bei den restlichen 20 % ist die Quelle unbekannt.

Prävention von Krebs

Im Jahr 1978 erarbeitete ein Expertenausschuss den Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung. Die wichtigsten Empfehlungen sind:

  • Gesunde Ernährung: Ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen und Vitaminen. Ballaststoffe sind wesentlich zur Vermeidung von Darmkrebs (z. B. durch den Verzehr von Früchten).
  • Nichtrauchen: Rund 30 % der Krebstodesfälle sind auf Tabakkonsum zurückzuführen (meist Bronchial- oder Lungenkrebs).
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung schützt nachweislich Darm und Brust.
  • Sonnenschutz: Vermeidung übermäßiger Sonnenbestrahlung zur Vorbeugung von Hautkrebs.
  • Arbeitsschutz: Einhaltung von Vorschriften über Karzinogene am Arbeitsplatz. Etwa 5 % der Krebsfälle weltweit entstehen durch die Exposition gegenüber chemischen Stoffen bei der Arbeit.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen das Herz und die Blutgefäße. Sie sind die häufigste Todesursache in westlichen Gesellschaften. Ursachen können genetisch bedingt sein, doch die wichtigsten Faktoren sind unzureichende Ernährung, Bewegungsmangel und Tabakkonsum.

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen hängen oft mit der Gehirnchemie zusammen. Sie können das Denken, die Stimmung und die Beziehungsfähigkeit beeinflussen. Die meisten Betroffenen können ihre Symptome durch die Einnahme von Medikamenten, die die chemischen Prozesse im Gehirn (Enzephalon) regulieren, unter Kontrolle halten.

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