Grundlagen der Gesundheit und des Immunsystems
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Definition von Gesundheit
Gesundheit umfasst den Zustand des körperlichen, mentalen, emotionalen, sozialen, spirituellen, sexuellen und ökologischen Wohlbefindens.
Umwelteinflüsse und Risikofaktoren
- Ernährung: Lebensmittel und Getränke mit hohem Fett- und Zuckeranteil
- Konsum von Tabak und Drogen
- Mangelnde Hygiene
- Stress
Die Internationale Sanitärkonferenz (Paris 1851)
Wichtige Errungenschaften und Entwicklungen:
- Entwicklung der Gesundheitspolitik und Gesetze zur Lebensmittelkontrolle und Trinkwasserqualität
- Gründung nationaler Gesundheitsinstitute
- Methoden zur Gesundheitsplanung und Prävention (Impfungen, Infektionskontrolle)
- Verbesserte Diagnosetechniken
- Entwicklung von Medikamenten
- Förderung besserer Ernährungsgewohnheiten und eines gesunden Lebensstils
Infektionskrankheiten und Erreger
Infektionskrankheiten werden durch Mikroorganismen verursacht und von einer Person auf eine andere übertragen. Sie entstehen durch:
- Bakterien: Diese infizieren Körpergewebe (z. B. Tuberkulose) oder produzieren Toxine.
- Viren: Partikel ohne Zellstruktur, die in lebenden Zellen existieren und diese zerstören. Sie können eine Latenzzeit haben (z. B. Influenza, Masern, Windpocken, Hepatitis, HIV, Röteln).
- Parasiten: Einzeller wie Protozoen oder wirbellose Parasiten (Nematoden, Platyhelminthes, Malaria-Erreger).
Übertragungswege und Antibiotika
- Direkter Kontakt: Hautkontakt oder Kontakt mit kontaminierten Gegenständen (z. B. Masern, Windpocken).
- Luftweg: Tröpfcheninfektion (z. B. Grippe, Lungenentzündung, Schnupfen).
- Wasser und Lebensmittel: Verunreinigte Quellen.
Antibiotika: Arzneimittel, die Bakterien vernichten, ohne den vielzelligen Organismus der Infektion zu schädigen.
Das Lymphsystem und seine Funktionen
Das Lymphsystem besteht aus lymphatischen Organen, Lymphgefäßen und verschiedenen Zelltypen wie weißen Blutkörperchen (z. B. Lymphozyten [T-Zellen gegen Viren, B-Zellen für Antikörper] und Makrophagen, die Keime umschließen).
Hauptfunktionen:
- Aufnahme von angesammelter interstitieller Flüssigkeit und Rückführung in das Blut (innerhalb der Gefäße wird diese Flüssigkeit als Lymphe bezeichnet).
- Transport von Fetten und fettlöslichen Vitaminen.
- Abwehr von Krankheiten durch das Immunsystem.
Lymphatische Organe und Gefäße:
- Organe: Rotes Knochenmark, Thymus, Milz und Tonsillen (Rachenmandeln, Blinddarm).
- Lymphkapillaren: Der Ductus thoracicus (sammelt Lymphe aus den unteren Gliedmaßen, Bauch, linkem Arm, Kopf und Hals) sowie der rechte Lymphkanal.
Das Immunsystem und die Immunität
Das Immunsystem verteidigt den Körper gegen die Invasion von Antigenen (Keime oder fremde zelluläre Organismen).
Arten der Immunität:
- Unspezifische Abwehr: Nicht-selektive Barrieren wie Haut, Schleimhäute (Darm, Atemwege), Entzündungsreaktionen, das Komplementsystem (Proteine) und natürliche Killerzellen (spezialisierte Lymphozyten gegen Krebszellen).
- Spezifische Abwehr: Produktion von Antikörpern (Proteine gegen spezifische Antigene).
Impfstoffe: Einführung inaktivierter Erreger, damit der Organismus Gedächtniszellen produziert.
- Aktive Immunität: Der Organismus produziert selbst Antikörper nach Kontakt mit einem Antigen.
- Passive Immunität: Antikörper werden von einem anderen Organismus übertragen (z. B. Serum), wenn der eigene Körper die Infektion nicht rechtzeitig bekämpfen kann.