Grundlagen der Grammatik und spanischen Literatur

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Satzzeichen und ihre Verwendung

  • Punkt (.): Verwendung bei Abkürzungen und am Satzende.
  • Komma (,): Trennung von Stundenangaben, in Aufzählungen oder beim Vokativ (Anrede).
  • Doppelpunkt (:): Vor Aufzählungen (Inseraten), hinter Schlagzeilen oder wenn der nächste Satz ein Resümee darstellt; zudem vor Zitaten und nach bestimmten Ausdrücken.
  • Auslassungspunkte (...): Signalisieren eine unvollständige Liste, geben an, dass ein Text noch nicht fertig ist, drücken Zweifel aus oder zeigen Überraschung.

Journalistische Textsorten und Sprache

Die Chronik

Die Chronik ist ein Zeitungsartikel, in dem der Autor über eine aktuelle und interessante Tatsache berichtet. Sie informiert objektiv und folgt einer thematisch-stilistischen Struktur.

Temporale Konnektoren und Aspekt

Temporale Anschlüsse (Konnektoren) werden verwendet, um Ereignisse in einer zeitlichen Abfolge zu organisieren. Der Aspekt steht für eine Handlung, die in einem abgeschlossenen Zeitraum vollendet wurde.

Das Interview

Ein Interview gliedert sich in: Titel, Intro sowie Fragen und Antworten (Q & A).

Literatur des Mittelalters

Mester de Clerecía

Der Mester de Clerecía war eine Schule von Schriftstellern, die auf die ritterliche Dichtung (Minnesang) folgte. In dieser Zeit bezeichnete das Wort „Kleriker“ nicht nur Mönche, sondern alle gebildeten Männer (Männer der Briefe). Die Werke zeichnen sich durch spezifische Themen, Versmaße und Stile aus.

Jorge Manrique: Coplas

  1. Die Kürze des Lebens und die Ankunft des Todes.
  2. Die Vergänglichkeit der Macht (Bezug auf Könige).
  3. Dem Andenken seines Vaters gewidmet.

Erzählungen von Don Juan Manuel

Während des 14. Jahrhunderts erhielt die Prosa zum ersten Mal eine didaktische Intention. Dies ist in den Erzählungen von Don Juan Manuel verkörpert. Er ist am besten bekannt als der Verfasser von Der Graf Lucanor. Es handelt sich um eine Sammlung von 51 Kurzgeschichten, die folgendem Schema folgen: Patronio, der Diener Don Juan Manuels, berät seinen Herrn, wenn dieser in praktischen Dingen um Rat fragt. Charakteristika sind die spezifischen Themen, Figuren und die Struktur.

La Celestina

Es gab lange Zweifel an der Urheberschaft, doch heute ist man sich einig, dass dies das Werk von Fernando de Rojas ist. Er wurde in Puebla de Montalbán geboren; sein Name erscheint in den Akrostichon-Versen, die das Werk einleiten. Der Titel variiert je nach Ausgabe: Komödie von Calisto und Melibea oder Tragikomödie von Calisto und Melibea. Der Name der Vermittlerin (Kupplerin) hat sich jedoch als populärer Titel durchgesetzt.

Epochenvergleich: Mittelalter und Renaissance

Das Mittelalter

Geprägt durch Theozentrismus, das Leben als „Tal der Tränen“, die Ständegesellschaft, das Ideal des ritterlichen Herrn, eine ländliche Wirtschaft sowie spezifische Kunst und Literatur.

Die Renaissance

  • Anthropozentrismus: Der Mensch steht im Zentrum.
  • Lebensgefühl: Freude und Lust am Dasein.
  • Gesellschaft: Aufstieg des Bürgertums; der ideale Hofmann.
  • Wirtschaft: Handelsaktivitäten.
  • Kunst: Fokus auf Schönheit und Ausgewogenheit.

Bedeutende Autoren der Renaissance

Garcilaso de la Vega

Sein Werk umfasst: 1 Epistel, 2 Elegien, 3 Eklogen, 5 Kanzonen und 38 Sonette.

Santa Teresa de Jesús

Fokus auf Wahrnehmung und Gründung; Hauptwerke: Das Buch ihres Lebens und Die innere Burg (Las Moradas/Violett).

San Juan de la Cruz

Wichtige Werke: Geistlicher Sonnengesang und Die dunkle Nacht der Seele.

Fray Luis de León

Wichtige Werke: Die perfekte Ehefrau, Ode an Francisco Salinas, Ode an die Himmelfahrt Christi und Die Namen Christi.

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