Grundlagen der Immunologie: Abwehrmechanismen des Körpers

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Grundlagen der Immunologie

Die Entnahme von Serum aus den Pusteln der Euter einer Kuh und dessen Injektion in die menschliche Haut führte bei den Betroffenen zu einer leichten Erkrankung, schützte sie jedoch dauerhaft vor Pocken. Dies war das erste Experiment der aktiven Immunisierung.

1. Die körpereigenen Abwehrkräfte

Alle Organismen verfügen über entwickelte Abwehrmechanismen gegen die Invasion von Krankheitserregern. Diese Mechanismen können unspezifisch sein (Verhinderung des Eintritts oder schnelle Zerstörung) oder spezifisch, was als Immunantwort bekannt ist.

1.1 Unspezifische Abwehrmechanismen

Diese wirken gegen jeden fremden Organismus oder jede fremde Substanz und unterteilen sich in drei Arten:

a) Natürliche Barrieren

Diese bestehen aus der Haut und Sekreten der Schleimhäute:

  • Mechanische Barriere: Die Haut schützt durch ihr verhorntes Stratum corneum.
  • Chemische Barriere: Der leicht saure pH-Wert der Haut hemmt viele Mikroorganismen.
  • Schleimhäute: Natürliche Öffnungen sind durch Schleim geschützt, der antibakterielle Enzyme wie Lysozym (in Speichel, Tränen und Sperma) enthält.
  • Atemwege: Fremdkörper werden durch Mechanismen wie Niesen oder Husten nach außen befördert.
b) Die normale Mikroflora

Der menschliche Körper ist von einer Vielzahl harmloser Mikroorganismen besiedelt. Diese Kommensalen hemmen die Ausbreitung potenziell krankheitserregender Keime.

c) Unspezifische Zellantwort (Sekundäre Barriere)

Diese wird bei Verletzungen oder Verbrennungen aktiviert, wenn Krankheitserreger in das Gewebe eindringen:

  • Interferone: Die betroffenen Zellen produzieren Glykoproteine, die verhindern, dass Zellen virale Makromoleküle oder mRNAs synthetisieren.
  • Entzündungsreaktion: Das Gewebe setzt Stoffe wie Histamin, Serotonin und Cyanin frei.

Entzündungsprozesse und Phagozytose

Die Freisetzung von Entzündungsstoffen führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße, was eine erhöhte Durchblutung (Rötung und lokale Wärme) bewirkt. Zudem steigt die Kapillarpermeabilität, wodurch Blutplasma in das Gewebe austritt, was zu einem Ödem und Schmerzen führt.

Die Hauptaufgabe der Entzündung ist es, Phagozyten (Fresszellen) anzulocken, die durch chemotaktische Stoffe in den betroffenen Bereich geleitet werden. Nach der Phagozytose sterben die Zellen ab. Die Ansammlung toter weißer Blutkörperchen und Mikroorganismenreste bildet den Eiter, der resorbiert oder nach außen abgeführt wird. Bei umfangreichen Infektionen tritt zudem Fieber auf.

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