Grundlagen der Immunologie und Infektionskrankheiten

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Robert Koch und die Keimtheorie

Robert Koch wiederholte Experimente mit verschiedenen Krankheiten wie Cholera oder Tuberkulose. Die Idee dahinter war, dass jede Krankheit durch einen spezifischen Mikroorganismus verursacht wird.

Antigene, Antikörper und Immunantwort

Moleküle oder Antigene werden vom Immunsystem erkannt und stimulieren eine Immunantwort.

Antikörper sind Proteine, die von weißen Blutkörperchen produziert werden und im Blut zirkulieren.

Das Immunsystem zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Vielfalt
  • Spezifität
  • Unterscheidung zwischen selbst und fremd
  • Gedächtnis (Speicher)

Unterschiede: Antibiotika und antivirale Medikamente

Antibiotika sind Substanzen chemischen, biologischen oder synthetischen Ursprungs, die Bakterien abtöten oder deren Vermehrung verhindern. Ihre Entdeckung war eine Revolution in der Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Antivirale Medikamente wirken spezifisch gegen Viren. Da Antibiotika keine Wirkung auf Viren, Pilze oder Protozoen haben, ist die Entwicklung antiviraler Medikamente, etwa zur Behandlung von AIDS, von großer Bedeutung.

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)

Weiße Blutkörperchen sind farblos, besitzen einen Zellkern und können das Blut verlassen, um in Gewebe bei Infektionen einzuwirken.

  • Phagozyten: Umschließen Fremdkörper wie Bakterien (z. B. Makrophagen).
  • Lymphozyten: Die häufigsten weißen Blutkörperchen.
    • B-Lymphozyten: Produzieren Antikörper.
    • T-Lymphozyten: Zerstören virusinfizierte Zellen.

Vermehrungszyklus eines Virus

  1. Adhäsion: Das Virus heftet sich an die Zellmembran durch Erkennung von Rezeptormolekülen.
  2. Eintritt: Das Virus dringt durch Endozytose in die Zelle ein.
  3. Freisetzung: Innerhalb der Zelle lösen sich die Membranen der Vesikel auf und setzen die virale RNA frei.
  4. Replikation: Die zelluläre Maschinerie kopiert die genetische Information des Virus.
  5. Freisetzung: Neue Viren verlassen die Zelle, oft umhüllt von einer Membran, um weitere Zellen zu infizieren.

Prävention von Bioterrorismus

Viren und Bakterien können als biologische Waffen missbraucht werden. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben viele Länder Präventionspläne entwickelt, die eine Überwachung von Laboren und eine bessere internationale Koordination beinhalten. Das Risiko eines massiven Angriffs ist jedoch durch die hohen Kosten und die Schwierigkeit der Herstellung und des Transports von Mikroorganismen begrenzt.

Die Pest des 21. Jahrhunderts

Fast vergessene Krankheiten treten aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen wieder auf. Faktoren wie hohe Bevölkerungsdichte, große Mobilität in Städten, veränderte Landnutzung und Wasserqualität erleichtern die Ausbreitung von Krankheiten. Diese Epidemien erfordern internationale Solidarität und eine globale Mobilisierung.

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