Grundlagen des internationalen Handels

Eingeordnet in Wirtschaft

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,18 KB

Internationaler Handel

Der internationale Handel ist definiert als der globale Austausch von Waren, Produkten und Dienstleistungen zwischen zwei Ländern (einem Ausführer und einem Einführer). Der Außenhandel definiert sich als der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen Wirtschaftsregionen, wie beispielsweise zwischen der EU und lateinamerikanischen Volkswirtschaften. Länder, die am Außenhandel teilnehmen, werden als offene Volkswirtschaften bezeichnet. Dieser Prozess der Liberalisierung wurde vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingeleitet, insbesondere in den 90er Jahren, als sich die lateinamerikanischen Volkswirtschaften und Osteuropa anschlossen.

Theorien des Handels

  • Absolute Vorteilstheorie: Von Adam Smith (1723–1790) entwickelt. Jedes Land spezialisiert sich auf die Produktion von Waren, bei denen es einen absoluten Vorteil hat, gemessen an niedrigeren durchschnittlichen Produktionskosten im Vergleich zu anderen Ländern.
  • Theorie der komparativen Vorteile: Ein komparativer Vorteil liegt vor, wenn ein Land ein Produkt zu niedrigeren relativen Kosten im Vergleich zu anderen Waren produzieren kann. Für David Ricardo ist nicht der absolute Kostenvorteil, sondern der relative Kostenvorteil entscheidend.

Handelspolitik

  • Protektionismus: Wirtschaftspolitik zum Schutz der heimischen Produkte durch Beschränkungen für ausländische Waren mittels Zöllen und Steuern.
  • Freihandel: Eine wirtschaftliche Doktrin, die den Handel ohne staatliche Eingriffe fordert, um eine optimale Allokation der Ressourcen weltweit zu erreichen.
  • Zölle: Steuern oder Abgaben auf Waren aufgrund der Ein- oder Ausfuhr. Sie können als Wertzoll (Prozentsatz) oder spezifisch (fester Betrag pro Einheit) erhoben werden.

Nicht-tarifäre Handelshemmnisse

  • Quoten: Mengenmäßige Beschränkungen für den Import eines Produkts.
  • Freiwillige Ausfuhrbeschränkungen (VERs): Das Ausfuhrland legt selbst Beschränkungen für die Exportmenge fest.
  • Ausfuhrsubventionen: Zahlungen an Firmen, die Waren ins Ausland verkaufen.
  • Lokale Inhalte: Vorschriften, dass ein Teil der Waren innerhalb des Landes hergestellt werden muss.

Wirtschaftliche Integration

  • Freihandelszonen: Vereinbarungen zwischen Ländern zur gegenseitigen Gewährung von Zollpräferenzen und Reduzierung von Handelshemmnissen.
  • Zollunion: Eine Freihandelszone mit einem gemeinsamen Außenzolltarif gegenüber Nicht-Mitgliedstaaten.

Faktoren des internationalen Handels

  • Preis: Wechselkurse beeinflussen die Handelsstruktur maßgeblich.
  • Kommunikation und Transport: Technologische Fortschritte fördern den globalen Austausch.
  • Fairer Handel: Forderung nach reziproken Regeln, um die Ausbeutung von Arbeitskräften zu verhindern und Mindeststandards zu etablieren.

Verwandte Einträge: