Grundlagen des internationalen Handels und Finanzsystems
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Grundlagen des internationalen Handels
Der internationale Handel ist der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen Ländern.
Free Trade
Das Fehlen von Handelsbarrieren für den Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen Ländern.
Auswirkungen des internationalen Handels
- Unternehmen sind gezwungen, ständig innovativ zu sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
- Exporte aus Ländern mit niedrigen Produktionskosten dürfen wohlhabende Länder nicht schädigen.
- Der Großteil des Welthandels entfällt auf Industrieprodukte.
- Der Handel mit Dienstleistungen weist eine sehr hohe Wachstumsrate auf.
Wirtschaftstheorien
- Merkantilismus: Streben nach einem dauerhaften Handelsüberschuss durch aktive Handelsbeschränkungen, um die inländische Produktion zu schützen.
- Theorie des absoluten Vorteils: Befürwortet den Freihandel; jedes Land spezialisiert sich auf die Produktion der Güter, die es am günstigsten herstellen kann, und kauft den Rest ein.
- Theorie des komparativen Vorteils: Widerlegt die Theorie des absoluten Vorteils, da Spezialisierung auf relativen statt auf absoluten Kostenvorteilen basiert.
Handelshemmnisse und Protektionismus
Länder setzen protektionistische Maßnahmen ein, um den internationalen Handel zu beschränken oder zu verzerren:
- Tarife: Steuern auf importierte Waren.
- Gebühren und Quoten: Mengenmäßige Beschränkungen für Importe.
- Maßnahmen gleicher Wirkung: Komplexe Verfahren, die den Import erschweren.
- Dumping: Verkauf von Produkten unter dem Selbstkostenpreis, um den Wettbewerb auszuschalten.
- Subventionen: Staatliche finanzielle Unterstützung.
Zahlungsbilanz und Finanzsystem
Leistungs- und Kapitalbilanz
Spanien weist seit 25 Jahren ein Defizit auf, was bedeutet, dass mehr Kapital abfließt als zufließt.
- Handelsbilanz: Primärdefizit.
- Dienstleistungsbilanz: Stets positiv.
- Transferbilanz: Bis 2000 positiv.
- Kapitalbilanz: Positiv seit dem EU-Beitritt.
Finanzielle Aspekte
Das anhaltende Defizit führt zu einem ständigen Bedarf an internationaler Finanzierung. Die Summe der Bilanzen muss theoretisch Null ergeben; Differenzen werden im Konto Fehler und Auslassungen verbucht.
Spekulation und Finanzsystem
Spekulation bezeichnet die Manipulation wirtschaftlicher Hebel zur Gewinnmaximierung. Das internationale Finanzsystem erfordert Stabilität, wofür der 1944 gegründete IWF (Internationaler Währungsfonds) mit technischer und finanzieller Hilfe sorgt.
Devisenhandel
Gründe für den Kauf von Devisen:
- Kommerzielle Zwecke.
- Internationale Finanzgeschäfte.
- Risikominimierung bei Währungsschwankungen.
- Spekulation auf Kursgewinne.
Einflussfaktoren auf den Wechselkurs
| Umstand | Wechselkurs-Trend |
|---|---|
| Leistungsbilanzdefizit | Abwertung |
| Leistungsbilanzüberschuss | Aufwertung |
| Höhere Inflationsrate | Abwertung |
| Niedrigere Inflationsrate | Aufwertung |
| Niedrigere Zinsen | Abwertung |
| Höhere Zinsen | Aufwertung |
| Geringeres Wirtschaftswachstum | Abwertung |
| Höheres Wirtschaftswachstum | Aufwertung |
Auswirkungen einer Euro-Aufwertung
- Handel: Exporte werden teurer, Importe werden günstiger.
- Finanzielle Auswirkungen: Abwärtsdruck auf Zinsen, höhere Erträge für ausländische Investoren in Euro, Verluste für europäische Investoren in Fremdwährungen.