Grundlagen der Interviewführung und Kommunikation

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Einführung in das Interview

Was ist ein Interview? Es ist der Austausch verbaler Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Partnern, die an der Entwicklung des Diskurses beteiligt sind, wobei sich die Worte und der Fokus verlagern.

  • Spontane Formen (Lehen moldekoak): Dazu gehören spontane Gespräche, Telefonate und Ähnliches. Einerseits werden die Gesprächspartner und alle Variablen (mintzagaiak) frei gewählt, andererseits gibt es keine vorab festgelegten Regeln für den Sprecherwechsel.
  • Geplante Formen (Planifikatuak): Dazu zählen mündliche Prüfungen, Vorstellungsgespräche, runde Tische, Diskussionen und Umfragen zu einem bestimmten Thema. Es gibt eine benannte Person. Wenn die Rede zuvor geregelt wurde (daide), gibt es immer einen Moderator, Lehrer, Richter oder jemanden, der die Befragung kontrolliert.

Die Kommunikation wird durch den Rahmenzustand geprägt: den sozialen Status der Partner oder das Thema (mintzagai) und die Fragen.

Sprachliche Funktionen

Textuelle Merkmale

  • Verschiebungen: In jedem Interview entsteht ein Text, der durch den Austausch zwischen den Gesprächspartnern sowie die Interaktion in Form und Gestalt aufgebaut wird.
  • Stillschweigende Vereinbarungen (Solaskideek): Die Partner verhandeln stillschweigend die Formalitäten für den Grad des Gesprächs (SOLAS) sowie die Aussprache, die Rede oder die Richtung, die das Gespräch einschlagen soll.

Grammatikalische Merkmale

  • Einfache und leichte Satzbauweise (Joskera).
  • Sätze (Perpausak) werden oft nicht beendet.
  • Grammatikalische Fehler (Gramatikaren) treten häufig auf.
  • Die baskische Sprache erscheint oft parataktisch beeinflusst (Albo-infizierten).
  • Es gibt viele Abschweifungen (Digresioak), Füllwörter, Wiederholungen und sogar Paraphrasen (parafrasiak).
  • Gestik (Gestualizazioak) und Intonation nehmen eine besondere Rolle ein.

Prosodische Elemente

  • Klangfarbe (Ring): Alter und Geschlecht der Partner spielen eine Rolle, auch wenn ihnen nicht immer die gleiche Gelegenheit gegeben wird.
  • Lautstärke: Eine Erhöhung der Lautstärke drückt Zorn, Lachen oder Überraschung aus.
  • Rhythmus: Dauer (iraupenka) und Geschwindigkeit kennzeichnen unsere Worte.
  • Intonation: Der Ausdruck von Fragen, Überraschung oder Bestätigung ist unvermeidlich. Hier lässt sich die Absicht des Senders deutlich erkennen.

Extralinguistische Elemente (Estralinguistikoak)

  • Körpercode: Umfasst die Körpersprache, Gestik und Bewegungen. Zum Beispiel kann die Bewegung der Hände Nervosität signalisieren oder helfen, wenn ein Wort gerade nicht einfällt. Dies unterstützt oder verselbstständigt den Akt der Kommunikation.
  • Der Blick: Er besitzt eine ungeheure Macht in der Kommunikation und kann Hochmut (harrokeria), Angst, Scham, Freude, Traurigkeit oder mangelnde Sicherheit ausdrücken.
  • Mimik: Sie liefert viele Daten über Alter und Geschlecht der Partner sowie über deren aktuellen Zustand oder Befindlichkeit.

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