Grundlagen und Klassifizierung der Ethik
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Ethik: Wissenschaft des moralischen Verhaltens
Ethik ist die logische Grundlage der Sprache der Moral. Sie ist die Wissenschaft vom moralischen Verhalten des Menschen in der Gesellschaft, deren Ziel es ist, die Grundlage der Moral zu erfassen.
Miguel Reale formulierte: "Wenn die Ethik die Lehre vom Wert des menschlichen Verhaltens ist und darauf abzielt, diesen Wert zu erreichen, dann ist unsere Wissenschaft nur ein Weg, Werte oder Erfahrungen zu aktualisieren."
Absolute und Relativistische Ethik
Es gibt zwei antagonistische Strömungen: die absolute und die relativistische Ethik, wobei die Mehrheit zur absoluten neigt.
Absolute Ethik
- Die Gültigkeit ethischer Normen ist zeitlos.
- Ethisches Wissen ist "a priori".
- Sie postuliert eine universelle und objektive Moral.
Relativistische Ethik
- Die ethische Norm ist rein konventionell und veränderbar.
- Ethisches Wissen ist eine Frage der Empirie.
- Sie postuliert die Existenz vieler Moralvorstellungen und des Subjektivismus.
Beim Relativismus sind Werte abhängig vom persönlichsten Zustand; das Gute ist das Ergebnis einer subjektiven Schöpfung.
Grundsatz Kants: "Menschen sind immer das höchste Ziel und dürfen niemals nur als Mittel oder als Alternative zur Erreichung anderer Ziele verwendet werden."
Klassifizierung der Ethik
1. Empirische Ethik
Basierend auf der Beobachtung von Tatsachen und dem Studium des menschlichen Verhaltens, wie es tatsächlich praktiziert wird (und nicht, wie es praktiziert werden sollte).
Empirische Anarchistische Ethik
Der Mensch muss den Impulsen der Natur gehorchen. Wir sollen unserer Natur natürlich folgen, ohne Blockaden durch von anderen entwickelte Standards – keine Regeln! Sie lehnen den Staat gänzlich ab.
Empirische Utilitaristische Ethik
Worauf es ankommt, ist das Verhalten, dessen Zweck nützlich ist. Sinnvoll im sittlichen Leben ist nur der umsichtige Umgang mit Mitteln, die für moralisch wertvolle Zwecke geeignet sind.
Ethik der Empirischen Skepsis
Skeptiker verweigern jede Stellungnahme, da sie nicht wissen, ob etwas richtig oder falsch ist.
2. Aufgeteilte Vermögenswerte (Assets)
- 2.1 Eudämonismus (Suche nach dem glücklichen Leben)
- 2.2 Ethischer Idealismus (Das Gute tun)
- 2.3 Hedonismus (Das Glück liegt in der Freude)
3. Formale Ethik
Befasst sich mit der Ursache der Handlung. Es gibt eine Norm, und diese liegt im Gewissen der Gesellschaft, das heißt, im Herzen; die Regel liegt in jedem von uns.
4. Ethische Werte
Bezieht sich auf die rechtliche Beziehung (Standard, Recht).
5. Suche nach dem höchsten Gut
Die Ethik ist die Suche nach dem höchsten Gut, das der Mensch erlangen kann.
Neokonstitutionalität
Zielt darauf ab, die Verfassung in der Realität wirksam werden zu lassen. Sie soll von einer bloß rhetorischen (nicht gesprochenen) Ebene zu einer immer effektiveren Ebene übergehen, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung der Grundrechte.