Grundlagen der klassischen und operanten Konditionierung

Eingeordnet in Leibesübungen

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,38 KB

Klassische Konditionierung

Die klassische Konditionierung, auch bekannt als Pawlowsche Konditionierung, respondente Konditionierung oder Reiz-Reaktions-Modell, ist eine Form des assoziativen Lernens, die erstmals von Iwan Pawlow beschrieben wurde.

Die erste Phase des Modells zeigt eine natürliche, unbedingte Verbindung zwischen einem Reiz (unkonditionierter Reiz = UCS) und einer Reaktion (unkonditionierte Reaktion = UCR). Hunde speicheln (UCR) natürlich in Anwesenheit von Nahrung (UCS).

Durch zeitliche Kontiguität können jedoch auch andere Reize eine Reaktion hervorrufen, die dies zuvor nicht taten. Ein Beispiel ist der Klang einer Stimmgabel kurz vor der Fütterung: Nach einigen Wiederholungen löst der Ton allein zuverlässig den Speichelfluss aus. Damit wird der Ton zu einem konditionierten Reiz (CS), der eine konditionierte Reaktion (CR) erzeugt.

Arten der operanten Konditionierung

1. Verstärkung

Verstärkung dient dazu, die Häufigkeit eines Verhaltens zu erhöhen oder zu verringern, indem ein Reiz als Folge des Verhaltens hinzugefügt oder entzogen wird.

  • Positive Verstärkung: Wenn Ihr Hund sich setzt und Sie ihm zur Belohnung Nahrung geben, wird er dieses Verhalten häufiger zeigen. Das Hinzufügen eines positiven Ergebnisses (Futter) erhöht die Frequenz des Verhaltens (Sitz).
  • Negative Verstärkung: Wenn Ihr Hund Angst vor Menschen hat und bellt, woraufhin die Person weggeht, lernt der Hund, dass aggressives Bellen die Angstquelle entfernt. Die Entfernung eines aversiven Reizes erhöht hier die Häufigkeit des Verhaltens.

2. Bestrafung

Bestrafung wird verwendet, um ein Verhalten zu löschen oder zu unterdrücken.

  • Positive Bestrafung: Wenn Ihr Hund sich einem Fremden nähert und dafür einen Tritt erhält, lernt er, Menschen zu meiden. Das Hinzufügen eines negativen Reizes (Tritt) verringert die Häufigkeit des Verhaltens. Diese Methode ist aufgrund möglicher körperlicher und emotionaler Folgen nicht zu empfehlen.
  • Negative Bestrafung: Wenn Sie beim Zerrspiel das Spiel abbrechen, sobald Ihr Hund Ihre Hand beißt, lernt er, dies zu unterlassen. Das Entziehen eines positiven Reizes (das Spiel) verringert die Häufigkeit des Verhaltens (Beißen).

Verwandte Einträge: