Grundlagen der Kommunikationswissenschaft
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Funktionen der Massenkommunikation
In der Gesellschaft erfüllt die Kommunikation folgende Funktionen: 1) Überwachung der Umwelt, 2) Herstellung von Zusammenhängen (Entorno) und Reaktionen darauf, 3) Übermittlung des sozialen Erbes.
Theoretische Grundlagen
Das klassische Modell definiert folgende Aspekte: 1) Wer (Kommunikator), 2) sagt was (Inhalt/Stimulus), 3) über welchen Kanal (Medium), 4) zu wem (Empfänger/passives Objekt), 5) mit welcher Wirkung (Effekt). Dieses Modell definiert die exakten Beziehungen zwischen den Analysebereichen.
Weavers Beitrag zum Shannon-Modell
Es werden drei Ebenen unterschieden: 1) Technisch (analysiert die Treue der Übertragung), 2) Semantisch (Interpretation der Bedeutung durch den Sender), 3) Effektivität (zeigt auf, wie die Nachricht den Empfänger beeinflusst).
Wirkungsmodelle der Kommunikation
Kurzfristig: Die Injektionsnadel-Theorie (Hypodermic Needle) prägte die 20er Jahre (Film) und 30er Jahre (Funk). In den 40er und 50er Jahren folgte das Modell des Two-Step-Flow (Zweistufenfluss der Kommunikation).
Forschung nach Joseph Klapper
Klapper schließt die Möglichkeit direkter Medienwirkungen aus und nennt eine Reihe intervenierender Faktoren: 1) Vorurteile, die mit selektiver Zuwendung, Wahrnehmung und Erinnerung (Retention) zusammenhängen. 2) Bedingungen, die sich aus der Gruppenzugehörigkeit ergeben. 3) Der zwischenmenschliche Diffusionsprozess.
Schlussfolgerungen:
- 1) Massenkommunikation ist in der Regel weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für Wirkungen auf das Publikum.
- 2) Ein Medienreiz wirkt stets in Zusammenarbeit mit anderen Faktoren.
- 3) Eine Meinungsänderung durch Massenkommunikation tritt nur ein, wenn Vermittlungsfaktoren unwirksam sind oder Druck für Veränderungen ausüben.
- 4) Wichtige Einstellungen (Familie, Religion, Herkunft) sind besonders resistent gegen Veränderungen.
Uses-and-Gratifications-Ansatz
Dieser Forschungstrend versucht, den Fokus auf rein kurzfristige Effekte zu überwinden. Die Grundannahmen sind: 1) Das Publikum ist aktiv. 2) Die Mitglieder ergreifen die Initiative, um ihre Bedürfnisse durch die Medienwahl zu befriedigen. 3) Medien konkurrieren mit anderen Quellen. 4) Rezipienten können selbst Auskunft über ihre Motive geben. 5) Werturteile sollten zunächst zurückgestellt werden.
Agenda-Setting
Hierbei geht es um die Verbindung zwischen öffentlicher Meinung, Journalismus und Politik. Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der sozialen Konstruktion der Wirklichkeit, indem sie Informationen selektieren, klassifizieren und priorisieren (Public Agenda). Die Medien bestimmen nicht direkt, was wir denken, aber sie sagen uns, worüber wir nachdenken sollen (langfristiger Einfluss).
Theorie der Kultivierung
Das Fernsehen ersetzt zunehmend die unmittelbare und persönliche Erfahrung. Dabei wird zwischen Vielsehern (Hard Consumers) und Wenigsehern (Soft Consumers) differenziert.