Grundlagen und Konfiguration von Proxy-Servern

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Proxy-Server

Proxy-Server dienen der Zentralisierung des Datenverkehrs zwischen dem Internet und einem lokalen Netzwerk. Sie werden häufig verwendet, um unbefugte Zugriffe aus dem Internet auf das lokale Netzwerk zu verhindern. Der Proxy transformiert die Ein- und Ausgangsadressen, wodurch die IP-Adresse des Computers verborgen und durch die IP-Adresse des Proxys ersetzt wird.

Funktionsweise

Der Proxy verfügt über zwei Netzwerkschnittstellen (eine zum LAN, eine zum Internet). Dies ermöglicht den Webzugriff für Maschinen, die nicht direkt mit dem Internet verbunden sind. Zu den Hauptaufgaben gehören:

  • Kontrolle von Netzwerkregeln und Sicherheitsrichtlinien
  • Registrierung des Webverkehrs vom LAN nach außen
  • Inhaltsfilterung von Webseiten
  • Caching für eine schnellere und effizientere Navigation
  • Einsatz als Firewall
  • Filterung von Client-Anfragen

Betriebsablauf

Wenn ein Client eine Anfrage sendet, prüft der Proxy zunächst seinen Cache. Ist die Seite nicht gespeichert, sendet der Proxy die Anfrage an den Webserver, empfängt die Daten, speichert sie im Cache und leitet sie an den Browser weiter. Bei erneuten Anfragen prüft der Proxy, ob sich die Seite geändert hat. Ist dies der Fall, wird die neue Version im Cache gespeichert und an den Browser gesendet.

SQUID unter Linux

SQUID ist ein bekannter Proxy für Linux, der das ICP-Protokoll unterstützt. Dies ermöglicht die Integration und Kommunikation zwischen Proxys, wodurch eine Hierarchie aufgebaut werden kann.

Installation und Konfiguration

Installation: apt-get install squid

Wichtige Konfigurationsdatei: /etc/squid/squid.conf

  • cache_dir: Speicherort und Größe des Festplatten-Caches
  • http_access: Zugriffskontrollregeln
  • cache_mgr: E-Mail-Adresse des Administrators
  • cache_access_log: Speicherort der Zugriffsprotokolle

Dienstverwaltung

  • Initialisierung: /usr/bin/squid -z
  • Dienst starten: /etc/init.d/squid start
  • Dienst neu starten: /etc/init.d/squid restart
  • Autostart: sysvconf

Transparenter Proxy

Bei einem transparenten Proxy weiß der Benutzer nicht, dass er einen Proxy verwendet. Dies besteht in einer Umleitung der Anfragen aus dem lokalen Netzwerk mittels NAT-Protokoll. Der Vorteil ist, dass der Proxy nicht auf jedem Webbrowser manuell konfiguriert werden muss.

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