Grundlagen der Kontingenzkontrolle und Fehlerkorrektur

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Grundlagen der Kontingenzkontrolle

Die beiden Grundsätze beziehen sich auf das Verhalten und die Verstärkung. Verstärkung ist jedes Ereignis, das mit der Reaktion des Patienten in Verbindung gebracht wird, sofern ein solches Verhalten beibehalten oder wiederholt werden soll. Die Aversion ist ein Ereignis, das, wenn es mit einer Reaktion verbunden ist, die Wahrscheinlichkeit verringert, dass diese in der Zukunft erneut auftritt. Aversive Verstärkungen können in drei Arten unterteilt werden: materiell, sozial oder aktivitätsbezogen.

Die Kontingenzkontrolle ist die Steuerung der Verstärkung und der begleitenden aversiven Reize beim Erlernen einer Fertigkeit, um die Rate eines Verhaltens zu erhöhen oder zu senken.

Verfahren zur Erhöhung von Verhalten

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Verhalten zu fördern oder dessen Frequenz zu erhöhen:

  • 1. Positive Verstärkung: Besteht in der Gabe einer Belohnung, um die Rate des Verhaltens zu erhöhen.
  • 2. Negative Verstärkung: Besteht im Entzug eines aversiven Reizes, um ein Verhalten zu erhöhen.

Verfahren zur Reduzierung von Verhalten

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Verhalten zu reduzieren oder auszulöschen:

  • 1. Strafe: Besteht in der Anwendung eines aversiven Reizes, um die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens zu verringern.
  • 2. Extinktion (Löschung): Umfasst den Entzug einer Verstärkung, um die Wahrscheinlichkeit des Verhaltens zu reduzieren.

Verfahren bei der Kontrolle von Risiken

Es ist ratsam, Strafe zu vermeiden, da ihr Missbrauch zusätzliche Probleme verursacht und ein Verhaltensvakuum schafft. Die Alternative ist die Nutzung der Extinktion und die Installation eines Ersatzverhaltens. Dies wird als alternatives Verhalten bezeichnet.

Berichtigung von Fehlern beim Lernen

Bei der Konzentration auf eine bestimmte Lernaktivität erhält das Subjekt Informationen über die Aufgabe. Tritt ein Fehler auf, muss dieser analysiert werden, bevor er automatisiert wird. Unter einem Fehler verstehen wir einen Teil eines motorischen Programms, der nicht korrekt ist. Es ist notwendig, zwei Situationen zu unterscheiden:

1. Ausgangssituation des Lernens

In diesem Fall wird die Technik der differentiellen Verstärkung angewandt. Sie besteht darin, die korrekt ausgeführten Aspekte zu betonen, anstatt sich auf den Fehler zu konzentrieren. Dies dient der positiven Verstärkung. Anschließend wird klar, spezifisch und präzise erklärt, wie es getan werden sollte. Abschließend wird das richtige Modell präsentiert und die Ausführung wiederholt.

2. Bei nicht korrigiertem Fehler

Es gilt die Technik der Überkorrektur. Der Schwerpunkt liegt auf der Fehlerkorrektur, damit der Lernende genügend Informationen über die Abweichung erhält. Es folgen spezifische alternative Verhaltensweisen, und der Vorgang wird mit einer neuen Implementierung abgeschlossen.

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