Grundlagen der Kunstwissenschaft: Ästhetik, Theorie und Geschichte

Eingeordnet in Philosophie und Ethik

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 2,68 KB

1. Grundlegende Konzepte

Ästhetisches Verhalten

  • Sensibilität und Verständnis: Der Künstler nimmt die Welt intensiver wahr und besitzt eine besondere künstlerische Sensibilität.
  • Die höheren Sinne: Sehen und Hören sind für die Kunst von zentraler Bedeutung, doch auch andere Sinne (wie der Tastsinn bei der Architektur) spielen eine wichtige Rolle.
  • Das Staunen: Das zentrale Merkmal der ästhetischen Erfahrung ist das Staunen.
  • Uneigennützigkeit: Die ästhetische Haltung ist zweckfrei. Das Werk steht für sich selbst. Dies bedeutet keine Gleichgültigkeit, sondern eine Konzentration auf die Erscheinung des Objekts statt auf dessen praktischen Nutzen.

Wissenschaftliche Disziplinen der Kunst

  • Ästhetik: Was ist Kunst?
  • Kunsttheorie: Wie wird Kunst geschaffen?
  • Kunstgeschichte: Was wurde in der Kunst geschaffen?

Ästhetik: Definition und Ursprung

Die Ästhetik ist ein Teilgebiet der Philosophie. Sie befasst sich mit ästhetischen Phänomenen und ordnet die Schönheit neben die Wahrheit (Logik) und die Güte (Ethik) ein. Sie umfasst sowohl natürliche als auch künstliche Schönheit.

Kunsttheorie: Die Lehre vom Schaffen

Die Kunsttheorie untersucht die spezifischen Ausdrucksformen der verschiedenen Künste. Sie wird oft als Poetik (nach Aristoteles) bezeichnet. Es existieren unterschiedliche Theorien für verschiedene Kunstgattungen. In Zeiten des künstlerischen Umbruchs reflektieren Künstler ihr Schaffen oft theoretisch. Zudem spielt die Pädagogik eine wichtige Rolle bei der Vermittlung künstlerischer Methoden.

Kunstgeschichte: Die historische Perspektive

Die Kunstgeschichte ist das strukturierte Wissen über Kunstwerke aller Zeiten und Orte. Sie nutzt die historische Methode:

  • Stilbegriff: E.H. Gombrich entwickelte das Konzept des Stils, um Merkmale einer Epoche oder eines Autors zu definieren.
  • Kunstkritik: Sie ist keine exakte Wissenschaft, sondern basiert auf Werturteilen. Eine fundierte Kritik erfordert Wissen über Kunstgeschichte, Ästhetik und eine geschulte Sensibilität.

Historischer Kontext: Die Ästhetik wurde 1750 durch Alexander Gottlieb Baumgarten als eigenständige Wissenschaft begründet. Vor 1750 existierten lediglich verstreute philosophische Gedanken dazu. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich eine starke Diversifizierung der ästhetischen Positionen.

Verwandte Einträge: