Grundlagen der Landwirtschaft und Agrarlandschaften

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1. Physikalische Faktoren der landwirtschaftlichen Fläche

  • Höhengradient: Pro 100 m Höhenunterschied sinkt die Temperatur um 0,6 °C.
  • Geländeneigung: Flache Oberflächen erleichtern die landwirtschaftliche Bewirtschaftung.
  • Atmosphärische Einflüsse: Wetterereignisse wie Hagel oder sintflutartige Regenfälle können katastrophale Folgen für die Landwirtschaft haben.
  • Windexposition: An Berghängen kann starker Wind zur Vernichtung von Ernten führen.
  • Bodenbeschaffenheit: Je größer die Bodendicke, desto besser ist der Boden für den Anbau geeignet, da die Wurzeln mehr Platz zur Ausbreitung haben.

2. Agrarlandschaften

Subsistenzwirtschaft

Diese ist durch archaische Techniken, eine starke Abhängigkeit von der physischen Umwelt und niedrige Produktionskosten gekennzeichnet. Ein Großteil der Bevölkerung widmet sich der Landwirtschaft zur Selbstversorgung.

  • Brandrodungsfeldbau: Ein extensives System mit rudimentären Werkzeugen.
  • Intensive Monsun-Landwirtschaft in Asien: Fokus auf intensiven Reisanbau in kleinen, durch Deiche und Kanäle bewässerten Parzellen.

Marktorientierte Landwirtschaft

Gekennzeichnet durch hohe Kapitalisierung, moderne Technik, hohe Produktivität und Vermarktung der Erzeugnisse.

  • Moderne Landwirtschaft in Europa: Schwerpunkt auf Gartenbauprodukten (z. B. Niederlande) und Getreideanbau (z. B. Deutschland, Pariser Becken).
  • Mediterrane Landwirtschaft: Unterteilt in den Regenfeldbau (Weizen, Wein, Oliven) und die intensive Bewässerungslandwirtschaft.
  • Extensive Landwirtschaft in neuen Ländern: Große Getreideanbaugebiete in den USA, Kanada, Australien und Argentinien.
  • Plantagenwirtschaft: Großbetriebe mit Monokulturen wie Kakao, Tee, Kaffee, Bananen, Zuckerrohr oder Ananas.

3. Forstwirtschaft

Das Hauptprodukt ist Holz. Tropische Wälder liefern widerstandsfähige Laubhölzer für die Möbelindustrie. Weitere Waldprodukte sind unter anderem Kampfer, Gummi, Kork, Zellstoff und Harz.

4. Veränderungen in der ländlichen Welt

  • Demografische Veränderungen: Die Überalterung der Landbevölkerung und der Mangel an Arbeitskräften führen in vielen Regionen zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte.
  • Transformation der Flächennutzung: Aufgabe landwirtschaftlicher Flächen in ungeeigneten Gebieten.
  • Entwicklung neuer Aktivitäten: Ansiedlung von Industrie- und Tourismusbetrieben in ländlichen Räumen.
  • Bauliche Veränderungen: Viele ländliche Gebiete in Stadtnähe wurden durch den Bau von Wohnraum für Pendler urbanisiert.

5. Fischerei

  • Küstenfischerei: Findet in küstennahen Bereichen, vor allem auf dem Kontinentalschelf, statt.
  • Hochseefischerei: Einsatz großer Schiffe mit langer Einsatzdauer und spezialisierter Ausrüstung wie Ködern und Netzen.

6. Aquakultur

Die Aquakultur umfasst die kontrollierte Aufzucht von aquatischen Organismen (Fische, Krebstiere, Weichtiere und Pflanzen) in Fischfarmen für kommerzielle Zwecke, sowohl in Salz- als auch in Süßwasser.

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