Grundlagen der Landwirtschaft und Fischerei
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Formen der Landwirtschaft
Die Monokultur ist eine landwirtschaftliche Fläche, die auf eine einzige Kultur spezialisiert ist. Die Landschaft wird durch Bewässerung aus Reservoirs oder Grundwasser geprägt, während beim Rainfed-Anbau (Regenfeldbau) Niederschläge genutzt werden.
Intensive und extensive Landwirtschaft
- Intensive Landwirtschaft: Findet in besiedelten Orten mit knappen Flächen statt. Viele Produkte werden auf kleinem Raum erzeugt, wobei Dünger, Saatgut und viel Arbeit (z. B. Obst und Gemüse) eingesetzt werden.
- Extensive Landwirtschaft: In dünn besiedelten Gebieten mit viel Land und knappen Arbeitskräften. Hier kommen Maschinen zum Einsatz, um die Preise der Produkte durch Kostensenkung zu halten.
Ländliche Bevölkerung
39 % der Weltbevölkerung lebt in ländlichen Gebieten (65 % in Asien, 85 % in Nepal, 35 % in Europa, 3 % in Belgien). Die Siedlungsformen können verstreut oder konzentriert sein.
Subsistenzlandwirtschaft
Die Subsistenzlandwirtschaft hat ihren Ursprung in der Jungsteinzeit und zielt auf die Deckung des Lebensbedarfs ab. Die Anbautechniken sind rudimentär; der Bauer arbeitet mit eigenen Händen und einfachen Werkzeugen wie Hacken.
Traditionelle Anbaumethoden
- Ambulante Feuerwirtschaft: In Afrika, Südamerika und Asien wird durch das Verbrennen von Wald oder Sträuchern Asche als Kompost gewonnen.
- Regenfeldbau: Eine Kombination aus Ackerbau und Viehwirtschaft.
- Dreifelderwirtschaft: Brache, Weide und Anbau von Erdnüssen und Hirse.
- Bewässerter Reisanbau: In Asien sehr intensiv, mit bis zu zwei Ernten pro Jahr.
Marktorientierte Landwirtschaft
Mit der industriellen Revolution verlagerte sich die Landwirtschaft von der Subsistenz zum Markt. Agrarmärkte finden sich heute vor allem in Nordamerika, Westeuropa, Japan, Australien, Neuseeland und Argentinien.
Techniken und Spezialisierung
Durch Mechanisierung und Spezialisierung werden Kosten gesenkt und die Produktion gesteigert. Im Mittelmeerraum werden neue Techniken wie Bewässerung und Treibhausanbau genutzt, um auch exotische Früchte wie Ananas, Avocados und Mangos zu produzieren.
Viehwirtschaft
Eigenbedarf-Vieh: Hirten in trockenen Gebieten halten kleine Herden (Schafe, Ziegen) für Fleisch, Milch und Wolle. Kommerzielle Betriebe verkaufen ihre Produkte auf dem Markt.
- Intensivtierhaltung: Hoher Kapitaleinsatz, Tiere werden in Ställen in Einzelhaft gehalten (Vieh und Geflügel).
- Ranching: Extensive Haltung auf großen Flächen mit Gras, erfordert wenig Arbeit (z. B. Patagonien).
Fischerei und Aquakultur
Die industrielle Fischerei nutzt fortschrittliche Technologie wie Radar, Kälteanlagen und große Fangflotten. Wichtige Fanggebiete sind der Festlandsockel (z. B. Nordsee, Japan) und Zonen, in denen kalte und warme Meeresströmungen aufeinandertreffen.
Probleme und Nachhaltigkeit
Überfischung und Wasserverschmutzung bedrohen die Bestände. Organisationen setzen sich für den Einsatz weitmaschiger Netze, Fangquoten und Schonzeiten ein. Die Aquakultur gewinnt an Bedeutung, indem sie die Zucht von Tieren und Pflanzen in kontrollierten Becken oder Küstengebieten ermöglicht.